Teuer, aber auch gut? Erstes Hands-On mit der 5K-Profi-Brille XTAL

Teuer, aber auch gut? Erstes Hands-On mit der 5K-Profi-Brille XTAL

Das Prager Startup Vrgineers stellte im Juni eine neue Highend-Brille für Unternehmen und professionelle Anwender vor. UploadVR hatte Gelegenheit, das Gerät auszuprobieren.

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XTAL kommt mit zwei OLED-Displays, die mit 2.560 mal 1.440 Bildpunkten auflösen. Die beiden asphärischen Linsen wurden eigens für die VR-Brille entworfen und haben im Gegensatz zu den meisten VR-Brillen keinen Fresnelschliff. Dadurch sollten keine störenden Lichtreflexionen auftreten, wie man sie von HTC Vive und Oculus Rift kennt. Das Sichtfeld liegt bei 170 Grad.

Das Gerät unterstützt Eye-Tracking und passt den Abstand der Linsen automatisch an den Augenabstand des Nutzers an. Eine weitere Besonderheit der VR-Brille ist das vollintegrierte Leap-Motion-Modul, das Hände und Finger des Nutzers erfasst und in die Virtual Reality überträgt. Das Gerät erkennt zudem Sprachbefehle.

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Nutzer haben also gleich drei neue Möglichkeiten, mit der Virtual Reality zu interagieren: mit dem Blick, den Händen und der Stimme. Die vollständigen Spezifikationen der VR-Brille stehen hier.

Starke Bildqualität, schlechter Tragekomfort

UploadVR konnte die Profi-Brille ausprobieren. In einem Youtube-Video sieht man, wie der Redakteur mittels Handbewegungen und Sprachbefehlen mit dem 3D-Modell eines Fahrzeugs interagiert: Mit den entsprechenden Gesten öffnet er die Tür, wechselt die Gänge und bedient das Lenkrad. Mit Sprachbefehlen ändert er die Farbe der Lackierung und die Felgen.

Der Tester ist beeindruckt von der Bildqualität: Die Anzeigen auf dem Tachometer seien gut abzulesen und selbst feine Nahtstellen in der Polsterung zu erkennen. Das Highend-Gerät bringe klare Vorteile für die Produktvisualisierung. Der Tester erwähnt nicht, ob aufgrund des weiten Sichtfelds Verzerreffekte an den Bildrändern auftreten.

Der Redakteur störte sich an der wackeligen Kopfhalterung, dem hohen Gewicht des Geräts (770 Gramm ohne Kopfhalterung) und den dicken Kabeln.

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Drei Upgrades für dieses Jahr geplant

Der im Video gezeigte Vive Tracker wird im finalen Produkt durch ein auswechselbares SteamVR-Modul ersetzt. Kunden können die VR-Brille optional mit anderen Trackingsystemen ausstatten. Von Optitrack über Mo-Sys bis hin zu Vicon: Es werden alle gängigen Trackingsysteme unterstützt.

Vrgineeers will ein Update veröffentlichen, das Inside-Out-Tracking aktiviert. So müssen bei kurzen Vorführungen keine externen Trackingkomponenten mehr installiert werden.

Das Eye-Tracking wird derzeit nur eingesetzt, um den Abstand der Linsen anzupassen. Ein weiteres Softwareupdate soll die volle Funktionalität der Blickerfassung freischalten, wodurch Foveated Rendering möglich werden soll.

Das Startup will außerdem ein Mixed-Reality-Kameramodul herausbringen, das die Außenwelt aufnimmt und auf die Displays streamt. Alle drei Upgrades sind noch für dieses Jahr geplant.

Die VR-Brille kostet 5.800 US-Dollar, kann hier bestellt werden und soll ab September ausgeliefert werden.

| Featured Image and Source: Upload VR