Die Dokumarke Terra X (ZDF) führt durch eine digitale Rekonstruktion des UNESCO-Welterbes Palmyra.

In drei 360-Grad-Filmen mit 3D-Effekt zeigt Terra X eine digitale Rekonstruktion der syrischen Ruinenstadt Palmyra. Sie gilt in ihrer antiken Version als eine der reichsten und schönsten Städte ihrer Zeit. 2015 wurde sie von der Terrormiliz Islamischer Staat in Schutt und Asche gelegt. Ob ein Wiederaufbau jemals möglich sein wird, ist ungewiss.

Dank der digitalen Rekonstruktion der Oasenstadt ist das kulturelle Erbe der Syrer zumindest virtuell wieder erlebbar. Laut des ZDF entspricht die Rekonstruktion “bis ins kleinste Detail” dem Stand der Forschung und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen führenden Archäologen und VR-Produzenten.

Durch die VR-Rekonstruktion sei es gelungen, etwas “physisch Verlorengegangenes ein stückweit wieder zum Leben zu erwecken”, sagt ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler.

Laut Peter Arens, Leiter der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft im ZDF, bietet VR-Technologie “herausragende Möglichkeiten, die User mit auf eine Zeitreise zu nehmen”.

Die größten Herausforderungen für die Computerspezialisten waren die Menge der Daten und die Komplexität der Anlagen. In Abstimmung mit Archäologen des Vorderasiatischen Museums wurde überprüft, dass Anlage und Texturierungen der Plätze, Straßen und Gebäude korrekt sind. Stück für Stück wurden die Prachtbauten Palmyras digital rekonstruiert, allein 80 Kilometer laufende Fassadenfläche im Computer virtuell aufgebaut, modelliert und texturiert.

Nach laut ZDF über einem Jahr und mehr als 2.000 Arbeitsstunden kann Palmyra als virtuelle Rekonstruktion unter palmyra.zdf.de oder in der ZDF-VR-App (für Android, iOS, Gear VR und Oculus Go erhältlich) kostenlos angesehen werden.

Die wichtigsten Stadtteile Palmyras können in drei in sich abgeschlossenen Touren von je circa fünf Minuten mithilfe einer VR-Brille, einem Smartphone mit Cardboard-Brille oder auch am Desktop-Computer erkundet werden.

Ergänzend zu den drei Stadttouren wird der User durch ein futuristisch gestaltetes virtuelles Museum geführt, in dem historische Fotos und Fundstücke aus Palmyra präsentiert werden.

Quelle: ZDF / Pressemitteilung, Titelbild: ZDF/men work Media Services


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