Das Gefühl von Präsenz ist es, dass Virtual Reality von allen anderen Medien unterscheidet. Wie fühlt es sich an, wenn man in der virtuellen Welt einem Charakter begegnet, der optisch einem verstorbenen Menschen stark ähnelt?

Kabetec VR-Brille

Das wollte der Reddit-Nutzer “Tuuvas” in der Weltraumsimulation “Elite: Dangerous” herausfinden. Mit einem Zusatzprogramm kreierte er ein originalgetreues virtuelles Abbild seines Schwagers, der mit 42 Jahren verstarb.

“Ich dachte, dass es ein interessantes psychologisches Phänomen ist”, sagt Tuuvas gegenüber Eurogamer. “Gerade bei Virtual Reality.” Er habe sich schon länger mit dem Thema befasst, es auch moralisch hinterfragt, sich aber letztlich dafür entschieden.

Sein Schwager sei Spieler gewesen: “Er hätte es geliebt, unsterblich in der Spielewelt zu sein. Falls das Experiment mentale Probleme auslöst, befasse ich mich später damit.”

“Ich konnte noch einmal neben meinem Bruder stehen”

Der Unterschied mit der VR-Brille zum herkömmlichen Monitor liegt in der ungleich intensiveren Wirkung: Man sieht einen digitalen Charakter nicht distanziert durch eine Mattscheibe, sondern hat das Gefühl, in Lebensgröße direkt vor ihm zu stehen. Schnell stellt sich ein Gefühl ein, als würde das digitale Gegenüber tatsächlich existieren.

“Ich lüge nicht, es war wirklich hart”, kommentiert Tuuvas die virtuelle Begegnung mit seinem verstorbenen Schwager. “Als ich den Charakter von Cedric erstellt, war ich den Tränen nahe.”

Einige Stunden habe er mit dem Editor verbracht, um das digitale Gesicht möglichst originalgetreu dem Schwager nachzuempfinden. Das Endergebnis…

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