Eine Studie zeigt, dass sich soziale Ausgrenzung in Virtual Reality negativ auf das Sozialverhalten und Wohlbefinden von Menschen auswirken kann.

Kabetec VR-Brille

Untersucht wurden 45 junge Menschen (23 Frauen, 22 Männer), die mit der VR-Brille einem Virtual-Reality-Ballspiel beiwohnten. Während des Spiels wurden sie ohne erkennbaren Grund ausgeschlossen und von den anderen Mitspielern ignoriert.

Laut der Untersuchung löst die virtuelle soziale Ausgrenzung dieselben physiologischen Prozesse aus wie soziale Ausgrenzung in der Realität. Die Probanden schütteten mehr Stresshormone aus, ihr Puls stieg, sie reagierten traurig und zogen sich zurück.

Der Effekt übertrug sich bei dem Experiment ins reale Leben. Die sozial isolierten Probanden waren nach dem Versuch weniger hilfsbereit oder brauchten länger, um sich wieder auf soziale Interaktion einzulassen.

Die Autoren der Studie bezeichnen das Cyber-Mobbing mit der VR-Brille als “signifikante Bedrohung” für die grundlegenden sozialen Bedürfnisse von Menschen wie soziale Kontrolle, Dazugehörigkeit, Selbstvertrauen und soziale Präsenz.

Wenn die Probanden nicht von menschlichen Avataren, sondern von einer künstlichen Intelligenz ausgegrenzt wurden, wirkte der Effekt weniger stark. Die Ausgrenzung wurde einem Computerfehler zugeordnet.

Mit Medienkompetenz sozialer Verrohung in Virtual Reality begegnen

Im Lichte dieser Erkenntnis, so das Fazit der Studie, sei es besonders wichtig, dass junge Menschen Medienkompetenz entwickeln und anderen Personen in virtuellen Welten ähnlich respektvoll begegnen wie im echten Leben.

W…

MIXED.de XR-Podcast - jetzt reinhören

Aktuell: Die große VR-Brillenschwemme | Alle Folgen



Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.