Sony über Playstation VR: "Virtual Reality sehen wir langfristig"

Sony über Playstation VR:

Derzeit ist es etwas still um Sonys VR-Brille Playstation VR. Das bedeutet nicht, dass Sony das Gadget fallenlässt. Im Gegenteil: Die Strategie ist laut Sonys Deutschland-Chef Uwe Bassendowski langfristig ausgerichtet.

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Im Gespräch mit Focus Online verrät Sonys Deutschland-Chef Uwe Bassendowski mehr zu Sonys Position beim VR-Gaming. Der Marktstart von Playstation VR sei erfolgreich verlaufen, jetzt müsse das Software-Portfolio ausgebaut werden.

Sony plane langfristig mit der neuen Technologie. "Das VR-Erlebnis muss in der ersten Phase auf ein breites Fundament gestellt werden", sagt Bassendowski.

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Er sieht die VR-Brille als Chance, Sony in der umkämpften Gamingbranche als Innovationsführer zu positionieren: "Als Vermarkter ist die Virtual-Reality-Welt ein idealer Träger, um das Thema Innovation zu besetzen."

Für die Zukunft würde es natürlich Veränderungen bei der Hardware geben, aber über diese würde man vorerst nicht sprechen. Im Moment reiche das aktuelle Modell "für das beste VR-Erlebnis". Der Sony-Manager räumt allerdings ein, dass die VR-Technologie noch ganz am Anfang steht und sich "Gefühl und Intensität rasant verbessern werden".

Ähnlich sieht das Bassendowskis Vorgesetzter Kazuo Hirai, früherer Playstation-Chef und aktueller Sony-CEO. Es gebe viele Bereiche, in denen Verbesserungen sinnvoll seien, jedoch müssten diese mit den Kosten ausbalanciert werden.

"Es ist ein kommerzielles Produkt für Spieler und denen wollen wir nicht sagen, dass es leichter und besser ist, dafür aber das Dreifache kostet", sagte Hirai auf der CES 2017 Anfang Januar.

In den kommenden Jahren solle der Einfluss von VR im gesamten Konzern wachsen. Neben Spielen nennt Hirai Filme, TV und den B2B-Markt als Anwendungsszenarien.

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So wie Facebook-Chef Marc Zuckerberg hat Sony einen Zehnjahresplan für Virtual Reality. Smartphones verkauft der Konzern aus Höflichkeit.

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Während man für PC-Brillen wie HTC Vive und Oculus Rift anspruchsvolle und teure Computer als Zuspieler benötigt, ist das Setup von Playstation VR innerhalb kurzer Zeit erledigt und nah dran am "Plug and Play"-Erlebnis. Die VR-Brille läuft mit jeder Playstation-4-Konsole.

Bassendowski sieht die Einfachheit des eigenen Produkts als wesentlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, der sich letztlich im Preis niederschlägt.

"Andere Anbieter gehen den Weg der technischen Komplexität. Die technisch bestmögliche Erfahrung stößt allerdings in Preiskategorien vor, die für den Verbraucher in der Masse nicht mehr interessant ist", sagt Bassendowski. Solche Highend-Konzepte bezeichnet der Sony-Manager als "nicht gelungen".

Die größte Überraschung für Sony seit dem Marktstart von Playstation VR ist laut Bassendowski, dass sich Menschen treffen, um die VR-Brille gemeinsam zu testen und sich auszutauschen. Das emotionale Erleben würde bei solchen Treffen eine große Rolle spielen - "etwa, wenn sich jemand erschreckt und sich alle darüber totlachen", so Bassendowski.

Die Zahl der Menschen, die Playstation VR genutzt hätten, sei aus diesem Grund "wahrscheinlich fünf Mal so groß wie die der verkauften Einheiten".

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