Spätestens seit dem Einstieg von Facebook in Virtual Reality ist klar: VR soll Menschen nicht isolieren, sondern sie im virtuellen Raum zusammenzuführen und neue Formen der Interaktion via Internet ermöglichen. Die App vTime für Gear VR versucht genau das.

Kabetec VR-Brille

Die Entwickler der App stellen eine ganze Reihe an virtuellen Umgebungen bereit, in denen man sich mit Freunden treffen kann, um sich zu unterhalten. Vom Lagerfeuer im Wald über das berühmte Yosemite Valley bis hin zur Spitze eines Berges gibt es eine Reihe von realistischen und phantasievollen Szenarien. Einige der 3D-Umgebungen wurden mit interaktiven Elementen aufgepeppt, die die Szenen lebendiger wirken lassen sollen, beispielsweise Tiere, die durch das Bild marschieren oder fliegen. Diese dynamischen Elemente sollen regelmäßig erneuert werden und so für Abwechslung sorgen. Sogar eigene 360-Fotos können als Chat-Umgebung genutzt werden; auf diese Art könnte man sich in Zukunft mit räumlich entfernten Verwandten und Freunden die 360-Urlaubsbilder ansehen.

Kommuniziert wird über Avatare, die an eine Comicfigur erinnern, aber relativ realistische Proportionen haben. Das Uncanny Valley konnte einigermaßen vermieden werden. Die Avatare bewegen den Kopf passend zu den Kopfbewegungen der realen Person, sodass man beim Gesprächspartner allein anhand der Blickrichtung und den Kopfbewegungen Zustimmung, Ablehnung oder eventuelles Desinteresse ablesen kann – wie in der Realität eben auch. Ergänzt werden die Kopfbewegungen durch simulierte Gestik und Mimik, die die Interaktion natürlicher wirken lassen sollen.

Die Alpha von vTime kann ab sofort kostenlos im Oculus Store für Gear VR heruntergeladen werden. Sollten sich soziale Netzwerke in der virtuellen Realität ähnlich entwickeln wie in der Wirklichkeit, kann man davon ausgehen, dass am Ende nur wenige Netzwerke überleben – und zwar die, die früh viele Nutzer haben. Laut den Entwicklern ist es daher das primäre Ziel in den kommenden Monaten, eine möglichst große Nutzerbasis aufzubauen. Deshalb soll Anfang nächsten Jahres auch eine Smartphone-Version für Google Cardboard erscheinen, die mit der Version für Gear VR kompatibel ist.

Auch wenn die vorhandenen Trailer von außen noch sehr steif wirken und eher an die frühen Zeiten von Second Life erinnern – das VR-Erlebnis ist ein komplett anderes. Denn man sieht sich nicht aus der Beobachterperspektive, sondern so, als würden man dem Gesprächspartner in der virtuellen Welt direkt gegenüber sitzen und ihm in die Augen schauen. Die gefühlte Nähe zwis…

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