Samsung will neue Highend-AR-Brille bauen, Gear VR 2 kommt

Samsung will neue Highend-AR-Brille bauen, Gear VR 2 kommt

Samsung will sich neben Facebook, Google und Sony als Hersteller neuer Virtual- und Augmented-Reality-Systeme etablieren. Das Unternehmen arbeitet an einer Highend-Lösung für Augmented Reality.

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Schon seit Dezember 2014 vertreibt Samsung in verschiedenen Variationen die mobile VR-Brille Gear VR. Das Gerät ist angebunden an das Oculus-Ökosystem und wird in enger Zusammenarbeit mit Facebook vertrieben, konnte sich so schnell als dominantes VR-System etablieren. Über eine Million Nutzer sind laut Samsung weltweit unterwegs.

Das ist keine sehr hohe Zahl, aber in Anbetracht der noch experimentellen Technologie ein guter Wert - dem es jedoch an Aussagekraft mangelt. Viel relevanter als reine Verkaufsdaten wäre die durchschnittliche Verweildauer unter der Brille und die Häufigkeit der Nutzung. Hinzu kommt, dass Samsung das Gerät in zahlreichen Werbeaktionen verschenkte.

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Klar ist: Will Samsung mit dem Wettbewerb mithalten, muss neue Hardware her, die das technisch veraltete Gerät ablöst. Sowohl das eingeschränkte Tracking, das nur Kopfbewegungen erkennt, als auch das Interface - ein Touchpad, das im Gehäuse eingelassen ist - degradieren die Smartphone-Brille auf Dauer zu einem reinen Abspielgerät für 360-Medien.

Gear-VR-Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden

Auf dem Virtual Reality Summit in Kalifornien sprach Samsung Electronics Vizepräsident Sung-Hoon Hong über die Zukunft der künstlichen Intelligenz und von Augmented sowie Virtual Reality. Dabei kündigte er einen Nachfolger für Samsung Gear VR an.

Die neue Brille soll "zeitnah" vorgestellt werden. Das ist einigermaßen kurios, da das letzte Hardware-Upgrade erst vor wenigen Monaten in den Verkauf ging - als Add-on für das selbstzerstörerische Galaxy Note 7.

Samsung wird insbesondere im Bereich Interface nachbessern wollen. Googles Daydream View kam im November auf den Markt und bietet einen einfachen Handcontroller, der als Mausersatz dient. Das funktioniert zwar nicht perfekt, ist aber deutlich intuitiver als die Touchfläche von Gear VR.

Anfang Dezember tauchte ein Patent auf, das eine überarbeitete Gear-VR-Brille beschreibt, die zahlreiche Highend-Technologien wie Gesichts- und Augentracking integriert hat.

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Die Verkaufs- und Nutzungsdaten für Googles Daydream View sind schwach. Die VR-Brille wird nur fünf Minuten am Tag aufgesetzt.

Daydream View im Test – Die neue Referenz für mobile Virtual Reality

Samsung wandelt auf den Spuren von Magic Leap, sieht deutlich mehr Potenzial in Augmented Reality

Viel spannender ist jedoch Sung-Hoons zweite Ansage auf dem Virtual Reality Summit. Laut dem Vizepräsident arbeitet Samsung an einer Lichtfeld-Engine, die "sehr, sehr realistische Hologramme" darstellen könne.

"Sie sehen aus, als könnte man sie berühren", sagt Sung-Hoon. Die Technologie soll auf dem kommenden Mobile World Congress vorgestellt werden, der am 27. Februar 2017 in Barcelona startet.

Im Augmented-Reality-Markt sieht Sung-Hoon "viel, viel bessere Chancen" für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Damit reiht er sich ein in Aussagen vom Apple-CEO Tim Cook, der sich fortlaufend enthusiastisch zur erweiterten Realität äußert und sie als neue Kerntechnologie bezeichnete.

Alle Geräuchte rund um Apple, Virtual Reality und Augmented Reality zusammengefasst.

Apple arbeitet angeblich an einer Reihe Mixed-Reality-Prototypen

Samsung zieht offenbar eine Kollaboration mit Microsoft zu Hololens oder dem AR-Startup Magic Leap in Betracht. Letztgenanntem fiel das Thema Lichtfelddispay auf die Füße, nachdem bekannt wurde, dass die Technologie noch nicht reif ist für den kommerziellen Einsatz. Bislang galt sie als potenzielles Alleinstellungsmerkmal von Magic Leap.

Bei seiner Ansprache appellierte Sung-Hoon an die anwesenden Entwickler und Unternehmen: "Wir möchten wirklich helfen. Wenn jemand eine gute Idee hat, wie man eine AR-Brille bauen könnte, möchten wir darüber reden."

| Featured Image & Source: Wearablezone