Ein Mensch mit verbundenen Augen ist nicht dazu in der Lage eine gerade Linie zu laufen – je nach Prägung läuft er stattdessen eine mehr oder weniger enge Kurve.

Kabetec VR-Brille

Was im ersten Moment so klingen mag, als wäre es primär ein Alkoholproblem, ist für Virtual Reality ein großer Vorteil. Denn Programmier nutzen diese Lücke in unserer Motorik geschickt aus: Beim sogenannten “Redirected Walking” (dt. “umgeleitetes Laufen”) haben wir in der virtuellen Realität das Gefühl, geradeaus zu laufen, während wir eigentlich im Kreis unsere Runden drehen.

Der Vorteil: Dank dieser Technik könnten wir theoretisch auch in kleinen Räumen Virtual Reality nutzen und dabei das Gefühl haben, weite Landschaften zu durchwandern. Entwickler und Wissenschaftler bedienen sich dafür einer Reihe an optischen Täuschungen, um dem Gehirn vorzugaukeln, dass es sich auf einer geraden Linie vorwärts bewegt, obwohl man eigentlich eine Kurve läuft.

Virtual Reality und Redirected Walking:
Unsere Wahrnehmung ist einfach zu täuschen

Um VR-Nutzer möglichst effektiv umzuleiten, bedienen sich Wissenschaftler eines zusätzlichen Tricks: Menschen sind zwar sehr gut darin, auf unmittelbare Veränderungen in ihrem Blickfeld zu reagieren, aber wenn sich Dinge außerhalb des Blickfelds verändern, bleibt das häufig unbemerkt.

Wir können uns schlecht daran erinnern, an welcher exakten Position ein Gegenstand oder ein Ausgang liegt. Wer sich regelmäßig das Schienbein an der Bettkante haut, kennt das Problem.

So können beispielsweise Türen und Ausgänge im Rücken des Nutzers in einem 90-Grad-Winkel verschoben werden – in einem Experiment bemerkte nur eine von 77 Testpersonen einen U…

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