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Pimax Portal: Preise und Modelle des VR-Handhelds bekannt

Pimax Portal: Preise und Modelle des VR-Handhelds bekannt
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Mittlerweile sind die Preise und unterschiedlichen Modelle für Pimax Portal und Portal View bekannt.

Die Handheld-Konsole wird in drei Varianten angeboten:

  • Portal 128G kostet 299 US-Dollar, verfügt über ein 4K-LC-Display und 128 GB Speicher.
  • Portal 256G kostet 399 US-Dollar, verfügt über ein 4K-LC-Display und 256 GB Speicher.
  • Portal QLED 256G kostet 549 US-Dollar, verfügt über ein 4K-QLED-Display und 256 GB Speicher.

Auch das VR-Brillen-Gehäuse wird es in unterschiedlichen Varianten geben:

  • Portal View kostet 449 US-Dollar, verfügt über ein 4K-LC-Display, 128 GB Speicher und einen 4000-mAh-Akku
  • Portal QLED View kostet 599 US-Dollar, verfügt über ein 4K-QLED-Display, 256 GB Speicher und zwei Akkus (4000 und 6000 mAh)

Die Vorbestellungen in der dazugehörigen Kickstarter-Kampagne beginnen am 15. November 2022 um 14 Uhr (8am EST). Weitere Informationen zu den Geräten findet ihr im folgenden Artikel.

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Pimax stellt eine Handheld-Konsole vor, die Virtual Reality und Mobile Gaming kombinieren soll. Kehrt Smartphone-VR zurück?

Auf dem gestrigen Pimax Frontier 2022 Launch Event stellte Pimax ein „Metaverse Entertainment System“, kurz MES, vor. Mit Pimax Portal will der chinesische VR-Brillen-Hersteller Mobile Gaming, PC-Gaming, Augmented Reality und Virtual Reality zusammenführen. Die Handheld-Konsole beherrscht WLAN-Streaming, kann per Docking Station an den Fernseher angeschlossen werden oder über ein HDMI-Kabel an den Rechner. Außerdem könnt ihr das Display in ein VR-Brillen-Gehäuse einsetzen.

Android, Snapdragon XR2 und WiFi-6E

Pimax Portal wird durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert. Der Vorverkauf startet am 15. November. In der günstigsten Variante kostet Pimax Portal 299 US-Dollar, in der teuersten ist sie mit 599 US-Dollar gelistet. Im Inneren der Pimax Portal sollen ein nicht näher spezifizierter ARM-basierter Chip und ein Snapdragon XR2 sitzen.

Letzterer kommt auch bei aktuellen mobilen VR-Brillen wie der Meta Quest Pro zum Einsatz. Dazu kommen 8 GB RAM und Speicherplatz und zwischen 128 und 256 GB. Per Micro-SD-Karte kann der Speicherplatz auf bis zu 1 TB erweitert werden.

Das OS der Pimax Portal basiert auf Android, wodurch „Millionen von Mobile Games“ spielbar sein sollen. Alle Portal-Konsolen verfügen über WiFi-6E, dazu soll es ein optionales 5G-Mobilfunkmodul geben. Auch das Pimax WiGig-Modul für stabileres WLAN-Streaming ist kompatibel.

Pimax Portal: Das Beste aus Nintendo Switch und Steam Deck?

Layout und Design der Pimax Portal erinnern stark an die Konkurrenz von Nintendo. Joystick- und Button-Anordnung sind nahezu identisch. Im Gegensatz zur Nintendo Switch verfügt das MES über etwas mehr Options-Tasten an den oberen und unteren Rändern. Außerdem sind die Schultertasten analog und ihr Widerstand soll stufenlos einstellbar sein.

Die Controller der Pimax Portal können wie Nintendos JoyCons auf mehrere Spielende aufgeteilt werden.

Die Controller der Pimax Portal können wie Nintendos JoyCons auf mehrere Spielende aufgeteilt werden. | Bild: Pimax

Die Controller sollen wie bei der Switch abnehmbar sein, allerdings per Magnet-Halterung. Wie die JoyCons können auch die Controller der Pimax für Bewegungssteuerung genutzt oder für Multiplayer-Spiele auf mehrere Spielende aufgeteilt werden. Bis zu sechs Controller können an eine Konsole angeschlossen werden.

Ein weiteres Feature, das stark an die Nintendo Switch erinnert, ist die optionale Docking-Station. Damit kann die Pimax Portal direkt an einen Fernseher angeschlossen und auf dem großen Bildschirm genutzt werden.

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Beim Display übertrumpft Pimax Portal die Switch deutlich: QLED-Display mit Mini-LED, HDR, 4K-Auflösung und eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz. Die Switch OLED im Vergleich schafft lediglich 1.280 x 720 Pixel bei maximal 60 Hz. Dafür ist der Bildschirm von Nintendos Handheld mit 7 Zoll größer als das 5,5-Zoll-Display der Standard-Portal.

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Pimax Portal XL: Erweiterung für mobiles PC-Gaming

Mit dem Pimax Portal XL bietet Pimax auch eine Gehäuse-Erweiterung an, die sich eher an PC-Spielende richten soll. Hier verbaut Pimax einen 8,8 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Pimax Portal und die Controller werden in das Pimax Portal XL-Gehäuse gesteckt. Fest verbaut ist hingegen das WiGig-Modul, um PC-Spiele auf den Handheld zu streamen.

Pimax Portal unterstützt zudem die Cloud Gaming Dienste von Xbox Game Pass und Nvidias GeForce Now. Damit PC-Spiele auch unterwegs gespielt werden können, bietet Pimax mit der Mini Station eine Art mobilen Mini-PC mit AMD 6800U-Prozessor und 32 GB RAM an. Darauf können Spiele auf einer 1-TB-SSD-Festplatte installiert und auf den Handheld gestreamt werden.

Pimax Portal: Zurück zu Smartphone-VR?

Die Pimax Portal verfügt über ein längst vergessen geglaubtes Feature: Das Display lässt sich wie zu Smartphone-VR-Zeiten in ein VR-Brillen-Gehäuse, das „Portal View“, einsetzen. Für die abnehmbaren Controller bietet Pimax Hüllen an, um sie als VR-Controller zu verwenden. Fünf Kameras auf der Rückseite des Konsolen-Gehäuses sollen Augmented-Reality-Anwendungen und Inside-Out-Tracking im VR-Modus ermöglichen.

Das Display der Pimax Portal kann in ein VR-Brillen-Gehäuse eingesetzt werden.

Das Display der Pimax Portal kann in ein VR-Brillen-Gehäuse eingesetzt werden. | Bild: Pimax

Wie schon bei der Pimax Crystal soll es auch beim VR-Brillen-Gehäuse für Pimax Portal zwei unterschiedliche Arten von asphärischen, wechselbaren Linsen geben. Das Standard-Paar mit 27 PPD und einem 100-Grad-Sichtfeld ist primär für VR-Anwendungen gedacht.

Dazu gibt es ein 40-PPD-Linsenpaar mit 60-Grad-Sichtfeld für Filme. Pimax gibt außerdem an, dass eine „Portal Social Edition“ mit Eye- und Facetracking in Arbeit sei. Portal View ist auch für PC-VR-Gaming nutzbar. Über einen Mini-HDMI- Anschluss kann die VR-Brille direkt an einen Rechner angeschlossen werden.

„Das erst Metaverse-Entertainment-System“ – Ist das realistisch?

Eine Switch, die wie ein Steamdeck auch PC-Spiele über Streaming abspielt. Ein Tablet, das in einer Art Gear-VR-Revival in die VR-Brille geschoben wird. Dazu Mixed-Reality- und PC-VR-Fähigkeiten via HDMI. Alles konfigurier- und anpassbar, von den Linsen bis zum Widerstand der Handheld-Tasten. Will Pimax hier die eierlegende Wollmilchsau für Gaming und VR gleichzeitig bauen?

Das Produkt sollte in jedem Fall mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden. Falls Pimax Portal wirklich so auf den Markt kommt – was noch längst nicht sicher ist, betrachtet man Pimax Ankündigungen und Releases der Vergangenheit – sind wir sehr gespannt, wie gut dieses Schweizer Messer für Gaming und VR funktioniert.