Oculus Rift: Story Studios zeigen neuen Virtual-Reality-Film

Oculus Rift: Story Studios zeigen neuen Virtual-Reality-Film

Die Oculus-Story-Studios sind so etwas wie das interne Filmstudio von Oculus VR. Sie sollen neue Filmkonzepte für die virtuelle Realität erarbeiten, die dabei gemachten Erfahrungen mit der VR-Community teilen und so das Thema Virtual-Reality-Film vorantreiben.

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Insgesamt sind fünf VR-Kurzfilme in Planung, mit dem kurzen Roboter-Intermezzo "Lost" und der Igelstory "Henry", die an hochwertige Produktionen von Pixar erinnern, sind zwei davon bereits bekannt. "Henry" wird für Oculus-Rift-Käufer ab Launch kostenlos downloadbar sein.

Auf dem Sundance Filmfestival stellen die Story Studios nun den dritten VR-Kurzfilm vor. Dieser heißt "Dear Angelica" und hat ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Es soll der erste Virtual-Reality-Film werden, der vollständig in der virtuellen Realität ausgearbeitet wurde. Um den comicartigen Look des neuen Films zu kreieren, entwickelten die Story Studios das Tool "Quill", das speziell für die 3D-Controller Oculus Touch optimiert wurde.

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Mit Quill kann die Chef-Illustratorin Wesley Allsbrook komplette Szenen direkt in VR zeichnen - und das macht sie nach eigenen Angaben bis zu fünf Stunden am Tag. "Diese Technologie befreit Künstler von der flachen Leinwand mit Stift und Papier und gibt ihnen die Möglichkeit, direkt in VR kreativ zu sein", schreiben die Story Studios über das neue Werkzeug.

In "Dear Angelica" begleitet man die Protagonistin Jessica, die Träume und Erinnerungen ihrer Mutter Angelica durchlebt. Die Wirkung des Films sei surrealistisch, die Bilder würden im Raum schweben, schreibt The Verge. Laut dem US-Techmagazin ist "Dear Angelica" der erste VR-Film, der sich fundamental von Produktionen für herkömmliche Bildschirme unterscheiden und nur im neuen Medium funktionieren würde. Zusätzlich ist die Story interaktiv angelegt, denn der VR-Nutzer kann sich aussuchen, in welcher Reihenfolge er die Erinnerungen besuchen will.

Die Arbeit an "Dear Angelica" ist allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Es ist nicht einmal klar, ob der VR-Kurzfilm überhaupt offiziell erscheint oder nur als Projekt dient, um weiter dazuzulernen. "Der Film kommt dann raus, wenn er ausreichend innovativ ist", erklärt Edward Saatchi, einer der Produzenten der Story Studios.

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Kunst und Kreation in Virtual Reality

Bereits auf der Oculus Entwicklerkonferenz im Herbst 2015 stellte Oculus eine neue VR-App vor, die an "Quill" erinnert. "Medium" heißt das Virtual-Reality-Programm, mit dem Künstler zukünftig direkt in der virtuellen Realität Skulpturen und andere Kunstwerke erschaffen sollen. Oculus VR bezeichnet die App als “Creation”-Plattform und "virtuelle Knetmasse". "Jede Hardware braucht eine Art MS Paint. Für Oculus Rift ist das Medium", sagte Rift-Erfinder Palmer Luckey nach der offiziellen Vorstellung von Medium. Die App wurde speziell für Oculus Touch konzipiert, wird also frühestens im Herbst 2016 verfügbar sein, wenn die 3D-Controller offiziell erhältlich sind.

Google bietet mit Tiltbrush für HTC Vive eine ähnliche VR-App an, die beispielsweise vom Disney-Zeichner Glean Keane bereits in höchsten Tönen gelobt wurde. Der Illustrator von Kultfiguren wie Arielle oder Tarzan sagte nach einer ersten Session mit Tiltbrush, dass Papier nun keine Grenze mehr sei und er sich seinen Charakteren emotionaler verbunden fühle, wenn er diese in Virtual Reality kreiere.

https://www.youtube.com/watch?v=IreEK-abHio

| VIA: The Verge
| FEATURED IMAGE: Oculus VR