Oculus Rift: Social-VR im Star-Trek-Universum – Bridge Crew im Vorabtest

Oculus Rift: Social-VR im Star-Trek-Universum – Bridge Crew im Vorabtest

Gemeinsam mit vier anderen Spielern übernimmt man im Star-Trek-Universum von JJ Abrams das Kommando über die USS Aegies. Die Entwickler von Red Storm Entertainment konzentrieren sich auf soziale Interaktion in Virtual Reality.

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Schon die ersten Sekunden mit Bridge Crew werden bei Stark-Trek-Fans Gänsehaut auslösen: In einem Shuttle fliegt man um die USS Aegies. Ein Kollege meldet sich kurz darauf in der Rolle des Kapitäns via Sprachnachricht: "Hallo Crew, ich freue mich darauf, euch gleich an Bord begrüßen zu dürfen."

Dass das nicht der echte Kapitän der Aegis ist, der sich dort meldet, sondern ein Mitarbeiter von Ubisoft, vergisst man schnell. Seine Moderation ist so authentisch, dass sie direkt aus der Serie stammen könnte. Und plötzlich ist man mittendrin in der VR-Erfahrung.

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Denn es gibt eine Regel: Sobald man den virtuellen Raum mit echten Menschen teilt, gewinnt die komplette Virtual Reality an Glaubhaftigkeit. In Bridge Crew verschwimmt die Grenze zwischen real und fiktiv daher sehr schnell, immerhin hat man gleich drei Kollegen am Start.

Bridge Crew ist VR-Fanservice für Trekkies

Auf der Brücke angekommen, wird nicht lange debattiert. Ein Notruf geht ein und der Kapitän befiehlt: "Commander Chris, einmal volle Energie auf den Warpantrieb!" Ich antworte: "Ok, Warpkern initialisiert. Volle Energie in drei, zwei, eins…"

Während ich den Countdown runterzähle, versucht der Steuermann das Schiff in die optimale Startposition zu manövrieren. Das gelingt im letzten Moment und wir geben Vollgas. Schon jetzt fühlt man sich wie ein kleiner Held.

[blockquote]Plötzlich stellt sich das authentische Gefühl ein, dass man tatsächlich gemeinsam mit seiner Crew ein riesiges Raumschiff steuert.[/blockquote]

Wir fallen aus dem Warpantrieb zurück in die reguläre Geschwindigkeit und der Steuermann meldet: "Großes Objekt auf der linken Seite." Er dreht das Raumschiff und im Sichtfeld der Aegis taucht ein gigantischer, gegnerischer Schlachtenkreuzer auf.

Und plötzlich stellt sich das authentische Gefühl ein, dass man tatsächlich gemeinsam mit drei Crewmitgliedern die Verantwortung für ein echtes Raumschiff hat – das gleich aus dem Weltraum gepustet wird.

Bridge Crew wurde von Grund auf als soziales VR-Erlebnis konzipiert

Bridge Crew ist komplett auf dieses soziale Erlebnis optimiert. In der Rolle des Kapitäns, Steuermanns, Ingenieurs und des taktischen Offiziers müssen bis zu vier Spieler gemeinsam die USS Aegis auf Kurs bringen.

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Bei der Gamescom-Demo schlüpfte ich in die Rolle des Ingenieurs. Eine meiner Aufgaben: Den Energiehaushalt der Aegis managen. Jedes einzelne Bauteil des Raumschiffs – Schilder, Phaser, Warpantrieb und mehr – hat einen bestimmten Energiebedarf. Die Energie muss auf Anweisung der Crew so verteilt werden, dass das Schiff stets für die aktuelle Mission gerüstet ist.

[blockquote]Nur wenn die Crew eng zusammenarbeitet, kann das Missionsziel erreicht werden.[/blockquote]

Die Aufgaben der einzelnen Crewmitglieder bedingen sich immer wechselseitig: Initiiere ich als Ingenieur den Warpantrieb und zähle den Countdown runter, muss der Steuermann in der Zwischenzeit die Aegis auf den richtigen Kurs setzen – ansonsten kracht man gegen den nächsten Stern.

Auf diesem Prinzip der Kooperation ist die gesamte VR-Erfahrung aufgebaut: Nur wenn die Crew eng zusammenarbeitet, kann das Missionsziel erreicht werden. Schnell vergisst man, dass man eigentlich eine VR-Brille auf dem Kopf hat und geht in seiner Rolle auf, versucht seine Aufgaben zu bewältigen und die Crew nicht im Stich zu lassen, schreit Kommandos durchs Mikro und befolgt Befehle. In den knapp zehn Minuten, die ich mit meiner Crew in der Demo verbringen konnte, gab es zahlreiche "Star-Trek-Momente", in denen man sich wie ein Darsteller der Serie fühlt.

Selbst das monumentale Weltall, das einen umgibt, gerät beim hektisch-analytischen Spielablauf in Vergessenheit. Und genau das ist es, was Bridge Crew besonders macht und von vielen anderen VR- und 2D-Spielen abhebt.

Auch die Technologie hat ihren Anteil daran, dass die soziale Interaktion überzeugt. Die Oculus-Touch-Controller erlauben eine intuitive Bedienung der Steuergeräte und dank Fingerpräsenz auch soziale Gesten, beispielsweise den virtuellen Daumen hoch. Ergänzend werden die Lippenbewegungen des Avatars mit dem eigenen Voice-Chat synchronisiert. Insgesamt wirkt die digitale Crew recht lebendig.

Für Fans von Star Trek ein Pflichtkauf

Ich weiß noch nicht wie, aber wenn Star Trek: Bridge Crew auf den Markt kommt, muss ich die Zeit finden, es gemeinsam mit Freunden zu erleben. Die Demo auf der Gamescom hat mich definitiv überzeugt. Für die Langzeitmotivation bietet Bridge Crew einen Highscore-Modus, der nur für perfektionistisch veranlagte Stark-Trek-Fans interessant sein dürfte, die alle Missionen mit der Präzision eines Picards und dem Charme eines Kirks erledigen wollen.

Stark Trek: Bridge Crew erscheint am 29. November 2016 für Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR. Fans von Stark Trek müssen zugreifen. Wer kein Trekkie ist, wartet lieber ein paar objektivere Eindrücke ab als die meinigen, denn es wird Kritik geben am eher langsamen und sehr taktischen Gameplay. So war Star Trek schon immer im Vergleich zu seinen Genrekollegen - bis JJ Abrams kam.

| Featured Image: Ubisoft