In Lone Echo schlüpft man in die Rolle eines Androiden, der in den Ringen des Saturn Erze fördert. Als eine physikalische Anomalie auftritt, kämpft man mit dem einzig menschlichen Besatzungsmitglied der Raumstation ums nackte Überleben. Das VR-Spiel ist ein Meisterwerk geworden, das in spielerischer, technischer und erzählerischer Hinsicht neue Maßstäbe setzt.

Die Qualität eines VR-Titels lässt sich oft danach bemessen, wie gut es das Problem der Fortbewegung löst. Lone Echo meistert diese Aufgabe mit Bravour. Zum ersten Mal kann ich die virtuelle Schwerelosigkeit in vollen Zügen genießen, ohne dass ich die Orientierung verliere, mit der Steuerung oder Übelkeit kämpfe. So wird Fortbewegung in Lone Echo mehr als nur ein Mittel zum Zweck, sie ist pure Poesie.

Dass man sich so mühelos und elegant durch die Raumstation bewegt, liegt auch an den Schubdüsen, die anders als in vergleichbaren Titeln direkt an den Händen befestigt sind. Dank Oculus Touch kann man durch Drehungen des Handgelenks in jede beliebige Richtung fliegen. Intuitiver kann man sich im schwerelosen Raum nicht fortbewegen. Darüber hinaus gleitet man durch die Raumstation, indem man sich mit den Händen von Wänden und Objekten abstößt.

Die Hände sind folglich der Dreh- und Angelpunkt der Fortbewegung. Hier tritt die Stärke von VR-Controllern hervor, die eine Form von Interaktion erlauben, die herkömmliche Spiele nicht bieten. Dank einer eigens entwickelten Technologie passen sich die virtuellen Hände dynamisch den Oberflächen und Gegenständen an, mit denen sie in Berührung kommen. An die Stelle vorgefertigter Animationen rücken weitaus glaubhaftere, weil prozedural berechnete Stellungen der Hand und Finger.

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