Das Unternehmen Wave Optics aus Oxford will eine neue Displaytechnologie entwickelt haben, die auch bei kleinem Formfaktor noch hochwertige digitale Grafiken bei einem weiten Sichtfeld darstellen kann.

Kabetec VR-Brille

Das Unternehmen setzt ähnlich wie Microsoft bei Hololens auf Wellenleitertechnologie, kombiniert diese jedoch mit photonischen Kristallen. Die künstliche Kristallstruktur funktioniert wie ein optischer Halbleiter, der Lichtstrahlen präzise manipulieren und sie sowohl isolieren als auch durchlassen kann. Die Kristalle sollen ein komplexes Muster an Lichtstrahlen erzeugen können, die sich überlagern oder auslöschen.

Erforscht werden solche optischen Kristalle schon seit den 80er-Jahren, lange Zeit waren sie umstritten. Jetzt möchte Wave Optics die Technologie für Augmented-Reality-Brillen aller Art einsatzbereit haben. Anfang des Jahres wurde Wave Optics mit mehreren Millionen US-Dollar finanziert. Unter den Investoren war auch das Technologieunternehmen Bosch.

“Wir sind absolut beeindruckt von Wave Optics Technologie und den Produkten und sehen großes Potenzial bei vielen Unternehmensanwendungen”, kommentierte ein Sprecher von Bosch die Investition.

Wave Optics will sich als wichtiger Zulieferer etablieren

Das prototypische Augmented-Reality-Headset “Ghost” hat die Technologie bereits integriert. Es ist für Demonstrationen gedacht und dafür, dass andere Unternehmen und Entwickler auf der Technologie aufbauend eigene Hard- und Software entwickeln können. Rund drei Jahre war das Gerät in Entwicklung.

Laut einem Bericht ist die Darstellung von digitalen Objekten scharf und verschwimmt selbst bei sehr schnellen Kopfbewegungen nicht. Das Sichtfeld soll deutlich weiter sein als bei Microsofts Hololens. Die Hologramm-ähnlichen Abbildungen sollen auch bei Tageslicht noch gut erkennbar sein.

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