Der Oculus Store für Samsungs mobile Virtual-Reality-Brille Gear VR füllt sich mehr und mehr mit interessanten Inhalten. Ein aktuelles Highlight ist die Storytelling-Experience “Annie Amber”.

Annie Amber ist kein Spiel im herkömmlichen Sinne, sondern dürfte als das durchgehen, was man gemeinhin als “VR-Erfahrung” bezeichnet. Durch Zeit und Raum gleitet man durch surreale 3D-Welten, die das Leben der fiktiven Hauptfigur “Annie Amber” illustrieren. Aus den vielen Bruchstücken ihres Lebens kann sich der Zuschauer eine eigene Geschichte zusammensetzen, angefangen bei der Geburt, über offenbar wenig positive Schulerlebnisse bis hin zur ersten Liebe (und vielen danach) und dem unvermeidlichen Ende der Geschichte. Die Atmosphäre ist entspannt und einnehmend, die phantasievoll gestalteten 3D-Umgebungen sind kunstvoll inszeniert. Man fühlt sich wie in einer Traumwelt.

Umso weiter man in der Handlung vordringt, desto mehr möchte man erfahren, wie es mit Annie weitergeht und was die nächste Station in ihrem Leben bedeuten könnte. Der Spannungsbogen entfaltet sich langsam, aber nachhaltig. In Annies Welt gibt es vereinzelt kleine Rätsel zu lösen, die allerdings keine ernsthaften Kopfnüsse sind, sondern den VR-Brillenträger nur dazu ermuntern sollen, sich intensiv mit der Umgebung und den Gegenständen darin zu befassen. Was im Film der Kameraschwenk ist, sind bei Annie Amber kurze Puzzleeinlagen.

Die App ist nicht ohne Mängel: Zumindest das Galaxy S6 überhitzt relativ schnell, so ist man zu regelmäßigen Pausen gezwungen. Wer Probleme mit Motion Sickness hat, sollte tunlichst einen großen Bogen um Annie Amber machen, denn die App verletzt eine der grundlegenden Regeln, um die Bewegungsübelkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen. Man schwebt körperlos durch die virtuelle Welt und wird dabei pausenlos beschleunigt und abgebremst. Das macht auch stabilen Mägen auf Dauer zu sc…

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