Netflix: „Virtual Reality fehlt es noch an interessanten Ideen“

Netflix: „Virtual Reality fehlt es noch an interessanten Ideen“

Netflix ist mit über 100 Millionen zahlenden Nutzern eine der großen Plattformen, die VR mit entsprechender Unterstützung einen echten Wachstumsschub geben könnten. Das Interesse daran ist offenbar nicht überbordend groß.

Im Gespräch mit der Webseite Trusted Reviews sichert der hochrangige Netflix-Entscheider Christopher Whiteley zu, dass Virtual Reality getestet wird. Unter anderem erscheinen derzeit – wie auch schon im letzten Jahr – VR-Erfahrungen für die Netflix-Serie „Stranger Things“. Außerdem gibt es für diverse VR-Brillen eine Netflix-App, mit der Nutzer herkömmliche 2D-Inhalte in einer virtuellen Umgebung auf einer großen Leinwand ansehen können.

VR sei „eine von unzähligen Ideen“, mit der sich Netflix beschäftige, so Whiteley. Das Interesse von Konsumenten und der Kreativindustrie entscheide über weitere Maßnahmen. „Wir haben tolle Ideen und testen sie und dann entscheiden die Daten, ob wir damit weitermachen oder nicht“, sagt Whiteley.

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Keine Vorurteile, aber noch nicht überzeugt

Whiteley versichert, dass Netflix keine Vorurteile gegenüber VR habe. Bislang sehe das Unternehmen jedoch „keine wirklich interessanten kreativen Ansätze“, die VR zum Massenphänomen machen könnten. „Falls sich VR für das Geschichtenerzählen etabliert, dann werden wir das Format unterstützen“, so Whiteley.

Wenn die Duffer-Brüder, die Produzenten des Serienhits Stranger Things, die Idee hätten, die dritte Staffel in VR umzusetzen, wäre das laut Whiteley „ein sehr interessantes Gespräch“.

In der Vergangenheit äußerten sich Netflix-Entscheider ähnlich zurückhaltend zur VR-Brille. Unter anderem sagte Netflix-CEO Reed Hastings, dass man VR unterstütze, falls es erfolgreich werde. Das Unternehmen plane jedoch nicht für spezifische Technologien, sondern stelle die Geschichte in den Vordergrund.

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