Meta Quest 3: Mixed-Reality-Drohnenkampf macht höllisch Spaß

Meta Quest 3: Mixed-Reality-Drohnenkampf macht höllisch Spaß

Das Drohnen-Actionspiel Bomber Drone ist ein Paradebeispiel für Mixed Reality. Ich habe es auf Meta Quest 3 ausprobiert.

Mixed Reality schafft es immer wieder, einem alten VR-Hasen wie mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das jüngste Beispiel ist Bomber Drone, das mein Wohnzimmer in ein Schlachtfeld verwandelte.

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Ihr steuert eine Drohne, die durch stationäre Raketensilos und Geschütze sowie Luftminen in die Enge getrieben wird. Per Knopfdruck könnt ihr Bomben abwerfen und ein Maschinengewehr abfeuern. Sind die feindlichen Kräfte vernichtet, gilt es, einen Wissenschaftler zu retten und in Sicherheit zu bringen, der auf einem Turm gefangen gehalten wird.

Verblüffende Mixed Reality

In Virtual Reality wäre Bomber Drone nichts Besonderes, aber in Mixed Reality glänzt das Actionspiel.

Das Geschehen wirkt unheimlich real, da die Drohne an Möbeln und Wänden abprallt und von diesen verdeckt wird. Die Miniatur-Raketensilos, Geschütze und Luftminen befinden sich dort, wo man sie erwartet: am Boden, an den Wänden und in der Luft und sie füllen den Raum mit Geschossen und Explosionen. Projektile hinterlassen Spuren und Raketen reißen die Wände auf.

Das verblüffendste Mixed-Reality-Feature ist ein virtueller FPV-Bildschirm, der den Raum in Echtzeit aus der Perspektive der Drohne zeigt und mit einem Zielkreuz beim Abschießen der feindlichen Einheiten hilft. Dargestellt wird ein grobes 3D-Modell eures Zimmers, das beim Einscannen des Raumes entstanden ist. In der Hitze des Gefechts fällt nicht auf, dass es sich um ein digitales Duplikat des echten Zimmers handelt.

Noch kein vollwertiges Spiel

Bomber Drone steht und fällt wie jedes richtige Mixed-Reality-Spiel mit der Qualität eures Raumscans. Ihr solltet eure Wohnung deshalb sorgfältig einscannen, bevor ihr loslegt. Bomber Drone setzt den Raumscan per Tiefensensor voraus und läuft daher nur auf Meta Quest 3.

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Die Bedienung der Drohne fand ich zuerst gewöhnungsbedürftig, aber das liegt daran, dass ich auch im echten Leben noch nie eine Drohne gesteuert habe. Nach ein paar Runden greift das Muskelgedächtnis und wer überhaupt nicht klarkommt, kann die Tastenbelegung anpassen.

Was den Umfang angeht, lässt Bomber Drone zu wünschen übrig. Es bietet 5 Levels und fühlt sich derzeit eher wie eine (zugegeben tolle) Mixed-Reality-Demo als ein ausgefeiltes Spiel an. Ich habe mich beim Entwickler erkundigt, welche Inhalte für die Zukunft geplant sind und werde diesen Artikel aktualisieren, sobald ich eine Antwort erhalten habe.

Update: "Das Spiel wird 5 weitere Arcade-Levels mit einem Boss-Level nach jedem 5. Level, einen Multiplayer-Modus, in dem die Spieler gegeneinander kämpfen und ihre Basen zerstören können, und Drohnen-Customizations erhalten", schreibt der Entwickler.

Bomber Drone könnt ihr für 9 Euro im App Lab erwerben.