Manova: Was ist aus der autarken VR-Brille geworden?

Das Start-up XRSpace wollte das Metaverse erobern und Meta Konkurrenz machen. Was ist aus den ehrgeizigen Plänen geworden?
Vor ziemlich genau zwei Jahren enthüllte der ehemalige HTC-Chef Peter Chou das VR-Projekt Manova: eine autarke VR-Brille samt dazugehöriger Metaverse-Plattform. Drei Jahre arbeitete sein Start-up im Geheimen an Hardware und Software.
Aufhorchen ließ 5G-Tauglichkeit des Geräts und die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom. Der Netzwerkbetreiber war in die Entwicklung involviert und wollte das Gerät in Deutschland vertreiben. Der Launch war für das vierte Quartal 2020 geplant.
Manova: Die Social-VR-Welt, die niemals öffnete
Ende 2020 startete ein Beta-Test. Auch MIXED nahm an dem Manova-Testlauf teil. Mein Kollege Ben bekam das Gerät zugeschickt und konnte in Manova reinschnuppern. Viel gab es allerdings nicht zu entdecken: Ben konnte einen Avatar erstellen und sich in der Startumgebung, einer virtuellen Wohnung, umsehen.
XRSpace: Hardware eingestampft
Seither sind eineinhalb Jahre vergangen, ohne dass wir vom Projekt gehört hätten. In dieser Zeit ist viel passiert: Die Meta Quest 2 eroberte die Industrie im Sturm. Technisch lässt sie die vor zwei Jahren angekündigte Manova-Brille alt aussehen.
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Laut Protocol hat das Start-up den Konkurrenzkampf gegen Meta aufgegeben und sich neu ausgerichtet: Es entwickelt nun Metaverse-Apps für Plattformen Dritter, darunter Meta.
Ein Blick auf die Internetseite und Twitterkanal des Start-ups zeigt, dass die Hardware-Entwicklung in den Hintergrund gerückt ist. Stattdessen gibt es die Event-App PartyOn und die Metaverse-Plattform GoXR, beide sind in Metas App Lab erhältlich, einem App Store für experimentelle VR-Software – ein unrühmliches Ende des Manova-Projekts.
Wir haben die Telekom um eine Stellungnahme zum Status des Projekts gebeten und werden den Artikel aktualisieren, sofern wir etwas hören.
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