Magic Leap wächst weiter, übernimmt Spielestudio

Magic Leap wächst weiter, übernimmt Spielestudio

Allen Unkenrufen der US-Medien zum Trotz ist Magic Leap weiter auf Wachstumskurs. Zuletzt investierte das AR-Startup in Entwicklerkompetenz.

Nach einem Bericht von Businessinsider hat Magic Leap das auf Smartphone-Spiele spezialisierte Entwicklerstudio „FuzzyCube Software“ aufgekauft. Die Gründer des Studios arbeiteten zuvor in der Spieleindustrie und bei Apple, bekannte Projekte sind unter anderem „Halo Wars“ oder „Age of Empires 3“.

Der Kontakt kam über Magic Leaps Spielechef Graeme Devine zustande, der 2010 bei Apple ausstieg. Das Studio wurde aufgelöst und die knapp zehn Entwickler in Magic Leaps App-Team integriert.

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Zwölf weitere Entwickler entführte Magic Leap dem Animationsstudio Moonbot, das 2012 für den Kurzfilm „The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und 2014 mit „The Numberlys“ erneut nominiert war.

Entgegen früherer Berichte scheiterte die vollständige Übernahme des Studios an einer zu hohen Komplexität bei den Markenrechten. Moonbot wurde von den Gründern aufgelöst, sie widmen sich einem neuen Projekt.

Laut Businessinsider beschäftigt Magic Leap mittlerweile „hunderte Zeichner, Künstler und Entwickler“ in seinem Kreativteam, das zum Marktstart der AR-Brille für hochwertige Inhalte sorgen soll.

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Laut einem Bericht der Financial Times von Ende März erscheint Magic Leaps Augmented-Reality-Brille bis Jahresende. Der Preis soll bei über 1.000 US-Dollar liegen.

Ähnlich wie bei Microsofts Hololens ist der Marktstart als Entwicklerversion wahrscheinlich. Es wäre erstaunlich, wenn Magic Leap innerhalb der nächsten Monate ein Gerät parat hätte, das bereits für Endverbraucher geeignet ist.

Magic Leap arbeitet nicht vollständig autark, sondern muss mit einem externen und im Lieferumfang enthaltenen Zuspieler verbunden werden, der wie ein Smartphone am Körper getragen wird. Das hat den Vorteil, dass weniger Hardware im Brillengestell verbaut werden muss, sodass ein vergleichsweise schlanker Formfaktor möglich ist.

Deutlicher Marktführer bei AR-Brillen ist Microsofts Hololens, die seit Ende letzten Jahres frei verkauft wird. Laut Microsoft ist Hololens vorerst ein reines B2B-Produkt; aufgrund des hohen Preises und einer geringen App-Auswahl ist das Gerät für Endverbraucher uninteressant. Ein deutlich verbesserter Nachfolger soll frühestens 2019 erscheinen.

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