Leonardo DiCaprio investiert in Schweizer Virtual-Reality-Startup

Leonardo DiCaprio investiert in Schweizer Virtual-Reality-Startup

Der Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio steigt als Investor in die VR-Branche ein. Das Startup der Begierde: Mindmaze.

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Laut einem Bericht der Webseite Fortune ist DiCaprio über Kontakte in der Gesundheitsindustrie auf Mindmaze aufmerksam geworden. Er sei "begeistert von den Möglichkeiten der Technologie und ihr Potenzial, eine treibende Kraft der Medien- und Unterhaltungsindustrie zu werden".

Mindmaze wurde 2012 von Tej Tadi gegründet und entwickelte damals VR-Brillen speziell für die Therapie nach Schlaganfällen. Im Februar 2016 steckten Investoren 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen, dessen Wert auf circa eine Milliarde US-Dollar geschätzt wird.

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Mindmaze ist auf virtuelle Mimik spezialisiert

Das neueste Produkt von Mindmaze heißt "Mask", ein mit Elektroden ausgestattetes Gesichtspolster, das aus elektrischen Signalen in der Gesichtsmuskulatur in Echtzeit Mimik ableiten und auf einen virtuellen Avatar legen kann. Derzeit erkennt die Mimikmaske circa zehn Gesichtsausdrücke, kann aber dank maschineller Lernverfahren besser darin werden.

Der Mindmaze-Gründer Tadi glaubt, dass die Technologie in die nächste Generation VR-Brillen integriert werden könnte. Die Herstellungskosten für Mask sollen im zweistelligen Bereich liegen. Das Unternehmen befindet sich laut Tadi in Gesprächen mit Google, Oculus und HTC.

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Mit Mask könnten Videospiele laut Tadi dynamisch auf die Mimik des Spielers reagieren, beispielsweise bei einem frustrierten Gesichtsausdruck den Schwierigkeitsgrad senken. Auch die Handlung in Filmen könnte auf die Gefühlsregungen des Zuschauers angepasst werden.

Tadi versichert, dass der Deal mit DiCaprio kein reiner PR-Gag ist. Der Schauspieler glaube, dass mit der Technologie von Mindmaze interaktive Filme oder kurze Animationsfilme produziert werden könnten und wolle aktiv als Berater an der Unternehmensentwicklung teilnehmen.

Doug Liman wünscht sich, dass 360-Filmer mutig und gleichberechtigt in den Wettbewerb mit TV- und Kinoproduktionen treten.

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