Kevin Spacey ist Virtual Realitys wichtigster Tech-Evangelist

Kevin Spacey ist Virtual Realitys wichtigster Tech-Evangelist

Bekannte Fürsprecher sind gerade in der Anfangsphase einer noch unbekannten Technologie wichtig, um mehr Aufmerksamkeit auf das neue Thema zu lenken. Während Palmer Luckey, Shu Yoshida und Co. in der VR-Gemeinschaft bekannte Namen sind, lösen sie außerhalb der Szene nur ein Schulterzucken aus.

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Das macht Kevin Spacey, als wohl bekanntesten VR-Evangelisten außerhalb der Tech-Szene, sehr wertvoll für die wachsende Branche. Er kann seine Begeisterung für das neue Medium mit einem breiten und diversen Publikum teilen, beispielsweise auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos. "Ich glaube daran. Ich konnte sehr viel sehen und ausprobieren und ich glaube, dass es eine Revolution wird", sagt Spacey, als er auf das Thema Storytelling in Virtual Reality angesprochen wird.

[blockquote cite="Kevin Spacey"]Endlich können wir eine dreidimensionale Erfahrung einfangen und auch als solche wiedergeben.[/blockquote]

Wichtige Anwendungsfelder sieht Spacey im Bereich Live-Sport und Live-Musik. Auch das Theater soll vom neuen Medium profitieren: "VR wird das natürliche Zuhause von Theateraufnahmen. Weil wir endlich eine dreidimensionale Erfahrung einfangen und auch als solche wiedergeben können. Es wird auch für Filme klappen. Vielleicht nicht für einen kompletten Film, aber ich denke, wir sollten ausprobieren und schauen, ob es in einem Film fünf Sequenzen gibt [die davon profitieren]", sagt Spacey. Der Formfaktor und das Design aktueller VR-Brillen erinnern den Schauspieler aber noch an frühe Handys, die für einen praktischen Alltagsgebrauch ebenfalls noch zu groß und schwer waren. "Ich denke im Laufe der Zeit wird es viel einfacher", sagt Spacey.

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Im Gegensatz zu manch anderem VR-Enthusiasten ist Spacey reiner Überzeugungstäter, seine monetären Interessen halten sich in Grenzen. Als Berater und Investor des VR-Startups WoofbertVR, das sich damit befasst, berühmte Kunstwerke in Virtual Reality auszustellen, fördert Spacey auch den Einsatz des neuen Mediums in der Schulbildung. Mit seiner Kritik trifft er das Kernproblem des stagnierenden Bildungssystems, das offenbar nicht nur in Deutschland von der Digitalisierung und neuen Medien überfordert ist. "Der Klassenraum ist wahrscheinlich seit Menschengedenken der einzige Ort, der sich kein bisschen verändert hat", sagt Spacey. Geht es nach dem Schauspieler, sollen Kinder in Zukunft mittels VR-Brillen auf den Boden des Ozeans reisen, um dort die Meereskunde zu lernen. Diese und weitere Aussagen von Kevin Spacey zu Virtual Reality beginnen im folgenden Video ab Minute 18:30.

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