Hololens-Projekt verbindet jahrhundertealte mit moderner 3D-Technologie

Hololens-Projekt verbindet jahrhundertealte mit moderner 3D-Technologie

Die französische Insel Mont Saint-Michel mit ihrer gleichnamigen Abtei gibt ein beeindruckendes Bild ab. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts in einem komplexen technischen Verfahren als 3D-Miniaturmodell verewigt. In einem Pariser Museum können Besucher die kunstvolle Rekonstruktion mittels Hololens besser verstehen und schätzen lernen.

Anzeige
Anzeige

Der "Sonnenkönig" Ludwig XIV. ließ ab 1668 sogenannte Plans-Reliefs anfertigen: Das sind dreidimensionale Modelle realer Städte und Verteidigungsanlagen, die dem Militär erlaubten, sich eine bessere Vorstellung von den Stärken und Schwächen einer Befestigung zu machen.

Die 3D-Modelle waren ein streng gehütetes Staatsgeheimnis, weil es damals noch keine Möglichkeit gab, Städte aus der Luft anzusehen.

___STEADY_PAYWALL___

Das Pariser Musée des Plans-Reliefs sammelt diese alten Wunder der Ingenieurs- und Handwerkskunst und zeigt in seiner neuesten Ausstellung ein ganz besonderes Exemplar: das über 300 Jahre alte 3D-Miniaturmodell des Mont St-Michel, dessen Verteidigungsanlagen bis in 8. Jahrhundert zurückgehen.

Alte Technologie durch neue Technologie besser verstehen

Die Ausstellung verbindet jahrhundertealte mit der neuesten 3D-Technologie: In einer Zusammenarbeit zwischen Microsoft, dem Museum und den französischen Unternehmen HoloForge Interactive und Iconem wurde in elf Monaten eine aufwendige Augmented-Reality-Anwendung für Hololens entwickelt.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Besucher können durch die AR-Brille beobachten, wie sich Mont St-Michel über die Jahrhunderte entwickelte und ein detailgetreu rekonstruiertes 3D-Modell der heutigen Insel vor sich in den Raum projizieren. Die reale Insel wurde dafür eigens in 3D eingescannt.

"Wir haben dieses außergewöhnliche Stück französischer Technologie, Geschichte und Kultur mit neuer Technologie so erweitert, dass Menschen es besser verstehen", sagt Microsoft-Präsident Brad Smith, der in den 90ern in der Nähe des Museums lebte und bei der Umsetzung des Projekts half.

Die Ausstellung wurde am 11. Oktober 2018 eröffnet und läuft noch bis zum 14. Januar 2019. Die folgende dreiteilige Dokumentation zeigt die Entstehung des Projekts.

| Featured Image: Microsoft