Facebook startet das Projekt “Telecom Infra”, in dem ein Netzwerk aus Unternehmen daran arbeiten wird, eine technische Infrastruktur für schnelleres Internet zu entwickeln. Grund für die Initiative ist der Datenhunger neuer Anwendungen wie Virtual Reality und 360-Videos.

“Jeden Tag kommen mehr Menschen und Geräte auf der ganzen Welt online und es wird immer einfacher Medien wie Videos oder Virtual Reality zu teilen, die sehr viele Daten verbrauchen”, schreibt Jay Parikh, Facebooks weltweiter Chef für Konstruktion und Infrastruktur im Facebook-Blog. “Die traditionelle Netzinfrastruktur skaliert nicht schnell genug, um die Nutzerbedürfnisse zu befriedigen.”

Für dieses Problem gibt es laut Parikh aber keine isolierte Lösung, sondern verantwortliche Unternehmen aus allen Bereichen müssten zusammenarbeiten: “Kein Unternehmen kann diese Herausforderung im Alleingang bewältigen.” Daher startet “Telecom Infra” mit 30 Mitgliedsunternehmen, darunter bekannte Namen wie T-Mobile, Nokia, Intel, SK Telecom und die Deutsche Telekom. Facebooks Parikh verspricht sich von der Initiative “signifikante Verbesserungen in Bezug auf Kosten und die betriebliche Effizienz der Netzversorgung in ländlichen und städtischen Gebieten.”

Ziel ist es, dass Technologie- und Hardwareunternehmen zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für die Datenübertragung entwickeln. Diese sollen die Internetdienstanbieter anschließend in der Praxis erproben. Ein Fokus liegt speziell auf neuen Drahtlos- und Glasfasertechnologien. Außerdem soll die Entwicklung von 5G-Netzwerken beschleunigt werden. Das neue Projekt soll stetig ausgeweitet werden, prinzipiell kann sich jedes Unternehmen aus der Branche bewerben, um Mitglied zu werden. Mehr Informationen dazu gibt es auf der offiziellen Projektseite.

Virtual Reality und 360-Videos brauchen schnelles Internet

Bereits Ende letzten Jahres stellte Facebook eine neue Streaming-Technologie für die Übertragung von 360-Videos vor, die bei gleichem Datenverbrauch eine bis zu viermal bessere Darstellungsqualität ermöglichen soll. Dabei wird nur der Teil des Bildes mit voller Auflösung übertragen, der vom Nutzer auch angesehen wird. Die Überblendu…


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