Vor Kurzem fand in San Francisco die Techcrunch Disrupt Conference statt. Einer der Gäste: Neal Stephenson. Der Sci-Fi-Autor veröffentlichte 1992 mit “Snow Crash” einen Roman, der unsere Vorstellung einer Zukunft, in der virtuelle Realität zum Alltag gehört, maßgeblich geprägt hat. 

Im Gespräch mit Moderator John Biggs äußerte sich der Schriftsteller, der mittlerweile bei Magic Leap als Zukunftsforscher und Ideengeber arbeitet, über Dystopien, das Faszinierende an neuen Technologien und die Schwierigkeit von Prognosen.

John Biggs: Was fasziniert uns an düsteren Zukunftsszenarien?

Neal Stephenson: Ich habe meine Karriere damit begonnen, über Dystopien zu schreiben. Mittlerweile bin ich dessen etwas müde geworden. Ich glaube nicht, dass Dystopien immer noch den Zweck erfüllen, den sie früher einmal hatten. Ich halte es heute für konstruktiver, wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie man verhindern kann, dass wir in eines Tages in einer Dystopie aufwachen.

“Die Veränderung wird uns selbst langsam vorkommen, während sie passiert, aber rasend schnell, wenn wir zurückblicken.”

John Biggs: Werden die Leute im Saal in fünf Jahren unser Gespräch von zu Hause aus per VR-Brille mitverfolgen, anstatt hier zu sitzen?

Neal Stephenson: Wenn wir uns Filme anschauen, die in den 90er-Jahren gedreht wurden, kann man leicht vergessen, dass sie 20 Jahre alt sind – bis man jemanden sieht, der ein gigantisches Telefon benutzt oder vor einem M…

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