Auf der Virtual Reality Developers Conference hielt der leitende Spieldesigner von “Eagle Flight” einen Vortrag, in welchem er einen Einblick in die umfangreiche Forschung gibt, die in die Entwicklung des Spiels geflossen ist. Die Entwickler von Ubisoft haben sich intensiv mit den Ursachen von Bewegungsübelkeit auseinandergesetzt und eine Zahl raffinierter Strategien dagegen entwickelt.

Eines der größten Probleme von Virtual Reality ist, dass vielen Menschen beim Spielen schlecht wird. Die sogenannte “Motion Sickness” tritt vor allem bei künstlicher Fortbewegung auf, also dann, wenn man sich mit dem virtuellen Körper fortbewegt, während der reale Körper ruht.

Eagle Flight ist ein Extrembeispiel für künstliche Fortbewegung: Man schlüpft in das Federkleid eines Adlers und fliegt mit hoher Geschwindigkeit durch Paris. Dass einem dabei nicht schlecht wird, ist verwunderlich, aber sicher keinem Zufall geschuldet.

Ein natürlicher Abwehrmechanismus

Das Team um Olivier Palmieri hat sich eingehend mit dem menschlichen Gleichgewichtsorgan befasst und wissenschaftliche Arbeiten durchgeackert, um zu verstehen, was Bewegungsübelkeit verursacht. Palmieri zufolge kommt diese genau dann auf, wenn im Gehirn ein Widerspruch entsteht zwischen dem, was das Auge sieht und das Innenohr spürt.

Letzteres verfügt über Wahrnehmungsorgane, die Informationen über die Position und die Bewegungen des Kopfes ans Hirn weiterleiten. Außerdem kann es Beschleunigungen registrieren. Wenn das Auge nun Bewegungen wahrnimmt, das Gleichgewichtsorgan hingegen nicht, entsteht im Gehirn ein Konflikt, der es in einen Alarmzustand versetzt.

Das Gehirn glaubt nämlich, dass ein Gift in den Organismus eingedrungen ist, der die Wahrnehmung …

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