Muso-VR soll eine Mischung aus Facebook und World of Warcraft für Fans klassischer Musik werden, ein “Massive Multi-Player Virtual Music Enviroment”.  Interessierte können mittels virtueller Lerneinheiten das Dirigieren lernen und haben dabei das Gefühl, wirklich in den Schuhen eines Dirigenten zu stecken.

Kabetec VR-Brille

“So viele Menschen haben mich gefragt, wie es sich anfühlt, ein komplettes Orchester zu dirigieren”, sagt Eimear Noone, eine bekannte Dirigentin,  die unter anderem für die Aufführung zahlreicher Videospiel-Soundtracks bekannt ist. Das brachte Noone auf die Idee, eine VR-Erfahrung zu entwickeln, die Menschen genau dieses Gefühl nachempfinden lässt. So entstand in Phase 1 das Konzept zur VR-Anwendung “Conductrix” für virtuelle Lernheiten, die mittels Virtual Reality Basiswissen über das Dirigeren lehren sollen. Noones Hoffnung ist, dass Conductrix dank immersiver Lernerfahrung aus der Ich-Perspektive das relevante Wissen deutlich anschaulicher vermitteln kann als herkömmliche Lehrvideos für Dirigenten.

Die Lehr- und Lerneineiten von “Conductrix” sind aber nur ein erster Schritt, das eigentliche Ziel ist die Entwicklung von “Muso-VR”, eine interaktive VR-Erfahrung, bei der die Nutzer eigene Orchester zusammenstellen und dirigieren können. Das macht Muso-VR zu einer Art Guitar Hero für Liebhaber der klassischen Musik, statt Rockstar ist man eben Stardirigent, aber mit deutlich mehr Anspruch. Denn im Unterschied zu dem Geschredder auf Plastikinstrumenten, soll bei Muso-VR wirklich bleibendes Wissen vermittelt werden: “Guitar Hero ist ein cooles Spiel, aber man lernt dabei nicht, wie man Gitarre spielt”, sagt Noone. “Das ist bei uns anders.”

Muso-VR soll drei verschiedene Modi bieten: Als Dirigent übernimmt man die Verantwortung für das Orchester. Die Musik reagiert dabei dynamisch auf das eigene Verhalten wie Gesten und Kopfbewegungen. Schaut man beispielsweise die Cellisten länger an, fangen diese an lauter zu spielen. Alternativ kann man das Konzert auch aus der Perspektive eines Musikers erleben oder als Besucher, der sich völlig frei zwischen den Musikern bewegen kann.

Zusätzlich soll Muso-VR auch eine virtuelle Social-Media-Plattform für Musiker werden. Auf der Plattform sollen Künstler Solo-Performances miteinander teilen und zu einem Orchestererlebnis zusammenführen können. Die Synchronisation soll dabei ein patentiertes Audiosystem automatisch übernehmen. Als Vorbild dient diese Aufführung aus 2015, die ebenfalls von Eimear Noone zusammengestellt wurde – damals aber in mühevoller Ha…

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