3D-Knobeleien, Entspannung und Virtual Reality: Cubism beweist, dass sich diese drei Dinge perfekt ergänzen. In meinem Test erfahrt ihr, was dieses VR-Puzzlespiel besonders macht.

Cubism ist schnell erklärt: Man greift verschieden farbige 3D-Puzzlesteine und setzt sie zu einer vorgegebenen Form zusammen, die als transparente Schablone erscheint. Steine und Form schweben schwerelos vor dem Nutzer, können mit den Controllern in die Hand genommen, von allen Seiten betrachtet und frei im schwerelosen Raum platziert werden.

Mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad nimmt die Zahl der Bauteile und die Größe sowie Komplexität der Zielform zu. Hat man die ersten Formen in wenigen Sekunden zusammengesetzt, machen einem spätere, komplizierte Formen schnell den Kopf rauchen. Mit insgesamt 60 3D-Puzzles sollten VR-Spieler für mehrere Stunden beschäftigt sein.

Eine vorzügliche VR-Designstudie

Cubism ist von Spielen wie dem Soma- und Bedlamwürfel (Amazon-Link) inspiriert, die von Virtual Reality gewissermaßen vollendet werden: Da die Puzzlesteine nicht der Schwerkraft unterworfen sind, lassen sie sich so besonders leicht zusammensetzen oder auseinandernehmen.

Dass dies mühelos von der Hand geht, ist der hervorragenden VR-Umsetzung zu verdanken, denn Cubism ist ein Meisterstück des VR-Designs: von der händischen Interaktion mit Objekten, über deren simulierte Kollisionen untereinander bis hin zur Gestaltung des Interfaces und der Menüs. In Cubism fühlt sich alles wunderbar natürlich, intuitiv und irgendwie “richtig” an.

Cubism_VR_Menü

Von A bis Z von schlichter Schönheit. | Bild: Thomas Van Bouwel

Entspannung für Körper und Geist

VR-Brillen (Vergleich) schirmen Nutzer von ihrer Umwelt ab. Dieser Umstand ist von Vorteil, wenn man sich zwischendurch von der Welt verabschieden und die Seele baumeln lassen will. Cubism ist wie gemacht für diese Art von Realitätsflucht und  Balsam für die Seele.

Wer eine Oculus Quest besitzt, erhält mit Cubism einen riesigen Satz an 3D-Rätseln und kann sich jederzeit und überall eine entspannende Auszeit von der Alltagsrealität nehmen. Da sich die Puzzlesteine und Formen frei verschieben lassen, spielt sich Cubism hervorragend in bequemen Körperhaltungen. Einzige Voraussetzung ist, dass man die Hände frei bewegen kann.

Schlicht und schön

Die Grafik ist bewusst so minimalistisch gehalten wie möglich: Man sitzt in einem wahlweise hellen oder dunklen konturlosen Raum und hat lediglich die Steine und Zielform vor sich, was ungemein beruhigend wirkt. Zusätzlich erklingen im Hintergrund bekannte Klaviermelodien.

Deren Nachteil ist, dass sie sich schnell einmal wiederholen. Wer möchte, kann die Musik deaktivieren und über die eigene Soundanlage Musik laufen lassen. Noch besser wäre es jedoch, wenn man MP3s importieren könnte. Dem Entwickler Thomas Van Bouwel gefiel diese Idee und er hat sie seiner Liste gewünschter Funktionen hinzugefügt.

Cubism_VR_3D_Puzzle

Im späteren Verlauf wird Cubism recht anspruchsvoll. | Bild: Thomas Van Bouwel

Fazit: Eine VR-Oase der Ruhe

Schwerelos, elegant und zeitlos schön: Das ist Cubism. Wer 3D-Puzzlespiele mag, eine perfekte Zwischendurch-Alltagsflucht sucht und Spielen im Sitzen bevorzugt, wird mit Cubism glücklich. Umfang und Grafik stimmen auch, sodass es an Cubism nicht viel auszusetzen gibt.

Langweilig könnte es nur jenen werden, denen die vergleichsweise simple Rätselmechanik nach einer Weile monoton erscheint.

Was dem 3D-Puzzlespiel noch fehlt, ist Unterstützung für optisches Handtracking. Der Entwickler will diese Funktion nach Erscheinen in einem Update für Oculus Quest nachreichen. Damit dürfte einem Controller-freien, vollkommen natürlichen Spielgefühl nichts mehr im Wege stehen.

Cubism erscheint am 17. September im Oculus Store für Oculus Quest und Oculus Rift (S) sowie auf Steam für PC-VR-Brillen. Die Oculus-Version unterstützt Cross-Buy. Cloud-Saving ist noch nicht implementiert und soll in einem der ersten Updates hinzugefügt werden.

 

Cubism wird euch gefallen, wenn ihr …

  • Puzzles liebt, die räumliches Vorstellungsvermögen erfordern,
  • in Virtual Reality abschalten und euch entspannen wollt und
  • auf der Suche nach hervorragenden VR-Designstudien seid.

Cubism wird euch nicht gefallen, wenn ihr …

  • rätselmechanische Abwechslung sucht,
  • keine Geduld habt für anspruchsvolle Knobeleien und
  • nichts anfangen könnt mit minimalistischem Grafikdesign.

Cubism könnt ihr ab dem 17. September hier kaufen:

Unterstützte GerätePlattformPreis
Oculus QuestQuest Store9,99 Euro
Oculus Rift (S)Rift Store9,99 Euro
Valve Index, HTC Vive (Pro, Cosmos), Oculus Rift (S), Windows MRSteam9,99 Euro

Titelbild: Thomas Van Bouwel

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