Campfire bringt 3D-Kollaboration mit AR-Brillen in große Räume

Campfire bringt 3D-Kollaboration mit AR-Brillen in große Räume

Die neue „Studio Console“ für die AR-Brille Campfire ermöglicht die Zusammenarbeit an 3D-Designs in geräumigen Büros.

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Das aus dem früheren AR-Start-up Meta (nein, nicht Ex-Facebook) hervorgegangene Unternehmen Campfire stellte vor einem Jahr sein gleichnamiges AR-Kollaborationssystem vor. Das Gesamtpaket aus drei Geräten und passender Software ist für spezifische B2B-Anwendungsszenarien entwickelt.

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Die drei Komponenten des ursprünglichen Campfire-Systems auf einen Blick. | Bild: Campfire

Neben der etwas klobigen PC-AR-Brille („Campfire Headset“) und einem am Smartphone befestigten Controller („Campfire Pack“) kommt eine Art Holo-Monitor („Campfire Console“) zum Einsatz. Dieses kreuzförmige Objekt wird als Ankerpunkt für die AR-Anwendung auf einen Tisch gelegt. Anwender:innen versammeln sich um das Kreuz, mit dem sie die AR-Hologramme gemeinsam betrachten und daran arbeiten können.

Campfire Studio Console schafft mehr Raum für AR-Projektionen

Campfire hielt den geplanten Marktstart im Herbst 2021 nicht ein. Stattdessen reagierte der Hersteller auf zahlreiche Rückfragen nach einer Möglichkeit, auf größerer Fläche zu arbeiten. Zur Augmented World Expo 2022 in Santa Clara kündigt das Unternehmen jetzt die „Campfire Studio Console“ als AR-Projektionsfläche an.

Die Matte liegt auf dem Boden statt auf einem Tisch und bietet mehr Raum. Nutzende können mehrere dieser Matten auf einem Hallenboden platzieren und binnen Minuten große Flächen für AR einrichten, so der Hersteller.

Eine Gruppe AR-Brillenträger:innen teleportiert sich durch einen großen virtuellen Raum.

Mithilfe einer Teleport-Funktion bewegen sich Gruppen durch weitläufige virtuelle Räume. | Bild: Campfire

Für die Steuerung der AR-Software baut Campfire das Smartphone zur Fernbedienung um. Dafür kommt an das Smartphone ein Controller-Kästchen, das einen Lichtstrahl aussendet, der als eine Art Cursor fungiert. Der Smartphone-Touchscreen dient als zusätzliche Eingabefläche.

Auch Handy- oder iPad-Nutzer:innen ohne AR-Brille können an einer Campfire-Sitzung teilnehmen. Sie schauen auf dem Bildschirm ihres Mobilgeräts wie durch ein Fenster auf die Augmented-Reality-Modelle.

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Kollaborative Design-Bearbeitung in Augmented Reality

In der Applikation „Campfire Szenes“ können Nutzende am Monitor zunächst Szenen vorbereiten und per Link verschicken. Die Software unterstützt mehr als 40 Formate von 3D-Modellen und -Scans. Danach kommt der „Campfire Viewer“ – die AR-Brille – zum Einsatz.

Die per Thunderbolt 3 mit dem PC verbundene Brille projiziert Bilder über eine Spiegelkonstruktion ins Sichtfeld. Diese recht einfache optische Lösung hat den Vorteil eines vergleichsweise weiten Sichtfelds von 92 Grad. Dafür ist die Brille etwas klobig.

Als Systemvoraussetzung für den Zuspieler-PC nennt Campfire eine als „VR Ready“ eingestufte Grafikkarte. Das folgende Video zeigt das alte Campfire-Paket im Einsatz.

Interessierte können sich auf der offiziellen Website für den Early Access bewerben, um beim Bestellstart für die erste Charge dabei zu sein. Campfire will das System per Abo vermarkten, der Preis ist noch nicht bekannt.

Quellen: Website, Press release