Bastler rüstet Quest 1 mit Eye- und Face-Tracking auf

Bastler rüstet Quest 1 mit Eye- und Face-Tracking auf

Ein außergewöhnliches Hardware-Modding-Projekt: Ein Bastler hat es geschafft, seine alte Oculus Quest 1 mit Augen- und Gesichtserkennung aufzurüsten.

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Diese fortschrittlichen Funktionen sind normalerweise mit hohen Kosten verbunden, Metas Quest Pro mit Eye- und Facetracking zum Beispiel kostet rund 1.800 Euro.

In einer Antwort auf einen Tweet von Brad Lynch über eine modifizierte Quest 2 teilte Matthew Wheatly, alias ChaoticPsion, das, was er als „Franken Quest“ bezeichnete. Mit einer 3D-gedruckten Halterung hat er einen Vive-Gesichtstracker an der Quest 1-Gesichtsplatte befestigt (siehe Titelbild).

Alte VR-Brille mit neuen Funktionen

Der kompliziertere Teil dieser beeindruckenden Modifikation fügt Eye-Tracking hinzu, wie in diesem früheren Tweet vom November 2022 zu sehen ist. Laut Wheatly werden die Augen- und Gesichtsbewegungen drahtlos übertragen, aber er nennt keine Details zur Technik.

Das ESP32-CAM-Modul auf der Platine. | Bild: Matthew Wheatly

Um dieses Projekt in Angriff zu nehmen, solltet ihr euch mit deinen Modding-Fähigkeiten sehr sicher fühlen. Ein gutes Verständnis von Elektronik ist ebenfalls erforderlich. An der Unterseite des Quest 1 ist ein ESP32-CAM-Modul auf einer Platine sichtbar, das die im Inneren des Headsets angebrachten Eye-Tracking-Kameras steuert.

Für ambitionierte Heimwerker

Wheatly hat eine Reihe von Links zur Verfügung gestellt, falls ihr die komplizierte Modifikation nachbasteln wollt. Beides sind Discord-Kanäle mit sprechenden Namen: Bei VRCFace Tracking bekommt ihr Hilfe beim Anbringen und Einrichten des Vive Face-Trackers mit einer Vielzahl von Headsets. EyeTrack VR ist eine Gruppe für einen Open-Source-DIY-Augentracker für VR-Chat über eine OSC-Schnittstelle, die mit mehreren Headsets kompatibel ist.

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Es ist zwar viel einfacher, ein teures Headset mit Eye- und Face-Tracking wie Quest Pro zu kaufen, oder einem kompatiblen Headset Gesichtserkennung hinzuzufügen. Aber mit etwas Zeit, Geduld und der nötigen Ausrüstung spart ihr Hunderte Euro und lernt noch was dabei.

Wichtig ist, dass diese Modifikationen nicht mit Apps aus dem Meta-App-Store funktionieren. Ihr müsst die Quest als PC-VR-Brille nutzen und die Kompatibilität über VRChat hinaus ist ungewiss. Also macht euch vorab Gedanken über die Anwendungen, bevor ihr mit der Modifikation startet.

Quellen: Twitter