Augmented Reality könnte das Filmemachen revolutionieren. Nämlich dann, wenn Setdesigner, Kameramänner und Regisseure mit der Technologie Filmsets in Echtzeit digital modifizieren können. Wie das geht, zeigte das zur Filmakademie Baden-Württemberg gehörende Animationsinstitut auf der Siggraph-Konferenz.

Die Forscher entwickelten auf Basis von Apples ARKit die kostenlose AR-App “VPET” (Virtual Production Editing Tools), mit der Filmsets passgenau um digitale Objekte erweitert werden können.

In einer für die Siggraph vorbereiteten wissenschaftlichen Publikation erklären die Projektleiter Simon Spielmann und Volker Helzle an einem Beispiel, wie die Software funktioniert.

Das Filmset wurde zuerst im Computer entworfen und danach maßstabsgetreu in einem Filmstudio aufgebaut. Aus den Computerdaten wurde eine digitale Version des Sets erstellt, an der sich die AR-Einblendungen orientieren.

Um das reale und das digitale Set zu synchronisieren, muss der Nutzer lediglich einen Ankerpunkt festlegen (siehe Youtube-Video unten). Danach können digitale Objekte nahtlos in die reale Szene eingefügt werden: zum Beispiel ein weiterer Stock oder ganze Straßenzüge.

Technologie wird erschwinglich

Für das Filmteam hat die Technologie gleich mehrere Vorteile: Der Setdesigner, Kameramann und Regisseur können sich während der Planungsphase einen Eindruck vom fertigen Filmset machen oder mit dessen Erscheinungsbild experimentieren, indem sie Requisiten oder ganze Setstücke digital hinzufügen.

Wird das Filmset erst im Computer vervollständigt, kann sich die Filmcrew samt Schauspieler beim Dreh einen Eindruck vom fertigen Scha…

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