AR in der Landwirtschaft: Hightech auf dem Bauernhof

AR in der Landwirtschaft: Hightech auf dem Bauernhof

Ein Projekt zeigt, AR kann in der Landwirtschaft helfen, Erträge zu steigern, Kosten zu senken und Umweltauswirkungen zu reduzieren.

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Welche Möglichkeiten bietet Augmented Reality in der Landwirtschaft? Dieser Frage haben sich die Vertretungsorganisation aller neuseeländischen Milchviehhalter:innen DairyNZ und das neuseeländische Institut für Agrartechnik Lincoln Agritech angenommen.

Im Rahmen des Projekts wurden drei Anwendungsbereiche für AR untersucht: Weidemanagement, Wartung von Landmaschinen und Beurteilung des körperlichen Zustands von Kühen (Body Condition Scoring, kurz BCS). Für jede dieser Aufgaben wurde eine Hololens 2 so programmiert, dass sie nützliche Daten erfassen und anzeigen kann.

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Beim Weidemanagement konnten die Landwirt:innen über die AR-Brille wichtige Daten zu ihren Koppeln mit nur einem Blick einsehen. Dafür brachten Forschende am Tor der Koppeln einen QR-Code mit den Informationen an.

Der Wartungsprozess von Landmaschinen konnte mit der Hololens 2 effizienter und schneller durchgeführt werden. Sie zeigte Schmierpunkte an einem Traktor und gab Anweisungen für die richtige Fahrzeugpflege.

Bei der Beurteilung der Körperkondition von Kühen ist der BCS-Wert ein wichtiger Indikator für die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere. Mithilfe der AR-Brille und der darauf gespeicherten Daten konnte auch ein unerfahrenes Team den BCS-Wert der Kühe erfassen und dokumentieren.

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Weitere Forschungen geplant

Das Pilotprojekt zeigt, dass der Einsatz von AR in der Landwirtschaft die Effizienz und Genauigkeit von Routineaufgaben steigern kann. Zudem verbessert die Technologie die Schulung und Beratung von Landwirt:innen.

DairyNZ und Lincoln Agritech wollen weiter untersuchen, wie AR in Milchviehbetrieben eingesetzt werden kann. Dabei soll es unter anderem um Fernüberwachung und die Einbindung von Expert:innen via Remote Assistance gehen.

KI in der Landwirtschaft

Nicht nur Augmented und Virtual Reality sind für die Landwirtschaft interessant, sondern auch künstliche Intelligenz. Das KI-Startup Plainsight arbeitet etwa an einer Software, die Tiere zählen und ihren Gesundheitszustand erkennen kann. Autonome Drohnen erleichtern Bauern die Arbeit, indem sie Felder automatisch besprühen, Granulate ausbringen oder Flächen vermessen.

Zudem kündigte John Deere auf der CES 2022 einen autonomen Traktor an. Der Landmaschinenhersteller betonte, dass es sich dabei nicht um eine Konzeptmaschine handle. Seit Ende 2022 sollen die ersten der Fahrzeuge in Nordamerika verfügbar sein.

Quellen: Rural News, Lincoln Agritech