Der pakistanische Künstler Asad Malik wird bei Flugreisen immer wieder von Grenzbeamten angehalten und ausführlich verhört – weil er ein Muslim ist. In einer AR-Erfahrung thematisiert er die Machtdynamiken dieser Verhöre, indem er Hololens-Träger in die Rolle eines Grenzbeamten versetzt.

Maliks Arbeit heißt “Terminal 3” und ist derzeit in Londons Barbican Centre ausgestellt. Besucher werden in einen weißen, kahlen Raum geführt, der einem Verhörraum nachempfunden ist. Setzen sie sich die Hololens auf, sehen sie eine junge, muslimische Frau als waberndes, unvollständiges 3D-Hologramm vor sich in den Raum projiziert.

Sie müssen jeweils zwischen zwei Fragen wählen, zum Beispiel “Wo lernten sich ihre Eltern kennen” oder “Was ist das auf Ihrem Arm”. Aisha antwortet, danach kommt die nächste Frage.

Malik selbst sind die Verhöre meist unangenehm. “Du wirst in diese Rolle gesteckt, in der du dich beweisen musst. Du musst deine Menschlichkeit unter Beweis stellen”, erzählt Malik gegenüber Mashable.

Seine eigene Geschichte ist in der AR-Erfahrung nicht verarbeitet, die gezeigten Interaktionen beruhen jedoch allesamt auf realen Fällen. Erfunden hat der Künstler nichts.

Ein Hologramm wird menschlich

Die Reaktionen auf die AR-Erfahrung fallen laut Malik emotional aus. Die AR-Nutzer sind unangenehm berührt vom Machtgefälle der Verhöre, denn sie dürfen und müssen vollkommen fremden Menschen allerhand persönliche Fragen stellen.

“Die Leute kommen aus der Erfahrung und wissen intime Details über das Leben dieser Menschen. Viele sagen, sie würden einen solchen Job niemals ausüben wollen”, sagt Malik.

Nachdem…

MIXED.de XR-Podcast - jetzt reinhören

Aktuell: Radioaktive Daten und VR Auferstehung | Alle Folgen



Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.