Meta Quest: Was taugt das neue Display-Dimming?
Meta Quest kann jetzt für bessere Schwarzwerte die Helligkeit des Displays regulieren. MIXED hat das Feature ausprobiert.
Das mit System-Update 69 eingeführte Feature heißt "Content-adaptive Helligkeitssteuerung" und muss unter Einstellungen > Experimentelle Features zuerst aktiviert werden. Meta beschreibt es dort wie folgt:
"Verbessert insgesamt den Kontrast in dunklen Szenen durch farbechtere Schwarztöne, kann sich bei bestimmten Inhalten allerdings ungünstig auswirken."
Die Helligkeitssteuerung analysiert den Inhalt und passt die Hintergrundbeleuchtung des Headsets an, wodurch auch die Akkulaufzeit verbessert werden kann.
Der Unterschied ist subtil
Um die automatische Helligkeitssteuerung zu testen, probierte ich sie mit einer Reihe von VR-Apps aus, die dunkle Szenen beinhalten. Zum Einsatz kam eine Quest 3.
Den Anfang machte das Horrorspiel Cosmodread, bei dem man mit einer Taschenlampe ein menschenleeres Raumschiff erforscht. Mit aktivierter Helligkeitssteuerung leuchten die LC-Displays etwas schwächer, wodurch das typische gräuliche Schwarz etwas abgeschwächt wird. Die Szenerie wirkt dadurch etwas dunkler und stimmungsvoller, der Unterschied ist allerdings subtil.
Praktisch: Die Helligkeitssteuerung lässt sich in den Einstellungen an- und ausschalten, noch während man im Spiel ist, sodass man den visuellen Unterschied erkennen kann.
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Generell gilt: Je finsterer die Szene, desto stärker der Effekt. Sobald die Szene auch nur geringfügig heller wird, ist kaum noch ein Unterschied zu erkennen, wie in den besser ausgeleuchteten Schlossgewölben des VR-Gruselspiels Silent Slayer.
Eine willkommene Verbesserung
Da der Effekt sehr subtil ist, fiel er mir beim Übergang von dunklen zu hellen Szenen und umgekehrt nicht negativ auf. Ich werde aber länger testen müssen, um herauszufinden, ob sich das Feature, wie Meta schreibt, ungünstig auf bestimmte Inhalte auswirken kann. Ich gehe davon aus, dass Meta den Algorithmus weiter verfeinern wird.
In Youtube VR konnte ich übrigens keinen Unterschied feststellen, ebenso wenig in Mixed-Reality-Apps.
Derzeit sehe ich keinen Nachteil in der Verwendung der Helligkeitssteuerung und empfehle, sie zu aktivieren. Die Helligkeitssteuerung ist kein Game-Changer, aber ein weiteres willkommenes Feature, das die Quest aufwertet.
Optimale Schwarzwerte wird es erst mit OLED-Mikrodisplays geben, die man in der Preisklasse der Quest 3 so bald nicht erwarten sollte.
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