Die Streaming-Plattorm Vrideo verabschiedet sich aus dem Virtual-Reality-Wettrennen. Eine Überraschung ist das nicht.

Facebook, YouTube, Littlstar, Within, Jaunt VR, Samsung VR, Wevr und noch mindestens zehn weitere Apps versuchen, 360-Inhalte unters Volk zu bringen. Der Plattform-Wahn der Digitalökonomie sorgt dafür, dass bald mehr Bereitsteller als Produzenten von Inhalten existieren.

Dabei bietet gerade der junge Virtual-Reality-Markt noch nicht das Ökosystem, um solche Plattformen langfristig zu refinanzieren. Nutzer sind kaum dazu bereit, für die meist hochgradig experimentellen Inhalte viel Geld auszugeben. Und eine Monetarisierung mittels Werbung lohnt sich nur für jene Plattformen, die ohnehin schon die größte Sichtbarkeit und Reichweite haben. Am Ende gewinnen die Unternehmen, deren Taschen so tief sind, dass sie alle anderen Anbieter aussitzen können: Facebook und Google mit YouTube.

Erfolgreich, aber nicht erfolgreich genug

Trotz einer Anschubfinanzierung von zwei Millionen US-Dollar muss die Videplattform Vrideo nach rund zwei Jahren in Entwicklung jetzt die Segel streichen. Das Team gehörte zu den absoluten Pionieren der VR-Branche und schaffte es frühzeitig – noch vor Google, Facebook oder Samsung – eine hohe Qualität beim 360-Streaming von bis zu 4K in 3D zu erreichen. Vrideo setzte als eines der ersten Unternehmen auf WebVR und die Möglichkeit, 360-Videos dire…

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