Virtual Reality

Virtual Reality für Chirurgen mit HTC Vive

Matthias Bastian
HTC investiert in spezielle Software mit der Neurochirurgen sich in Virtual Reality auf OPs vorbereiten sollen.

Auch wenn die in 2016 erscheinenden Consumer-Versionen der ausgewachsenen VR-Brillen wie Oculus Rift oder HTC Vive erstmal nur für Gamer gedacht sind: Virtual Reality birgt Potenzial für sinnvolle Anwendungsfälle quer durch alle Industrien. HTC hat jetzt eine mögliche neue Zielgruppe entdeckt: Chirurgen.

Rund neun Millionen US-Dollar Investorengelder konnte Surgical Theater im Oktober einsammeln, um in den kommenden Monaten die bereits vorhandene Software mit Virtual-Reality-Technologie sinnvoll zu erweitern. An der Spitze des Investorenfeldes steht HTC, Hersteller der VR-Brille HTC Vive. Die Virtual-Reality-App soll Neurochirurgen künftig den Arbeitsalltag erleichtern. Die Software berechnet auf Basis von medizinischen Voruntersuchungen ein 3D-Modell des Gehirns, das dann bei der Beratung von Patienten oder der OP-Vorbereitung helfen soll. Aber auch während der Operation oder bei der Nachbetrachtung der OP-Ergebnisse kann Surgical Theater eingesetzt werden.

Die bildgebenden Verfahren von Surgical Theater sind von den US-Behörden bereits zertifiziert und werden in zahlreichen Forschungs- und Lehrkrankenhäusern in den USA eingesetzt. Laut dem Hersteller wurden bereits über 900 kraniale OPs mit der Unterstützung von Surgical Theater durchgeführt. Die 3D-Modelle vom Gehirn werden aufgrund von CT und MRT-Scans berechnet und sind anschließend vom Chirurgen und dem Patienten in Virtual Reality begehbar: "Man erkennt jede kleine Öffnung im Schädel, durch die ein Nerv läuft. Ich bin virtuell im Gehirn meines Patienten, laufe und schwebe darin herum", sagt Dr. Neil Martin, UCLA Neurochirurgie im Interview mit CBS.

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