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HTC ist wieder einmal Vorreiter und das ist lobenswert

HTC ist wieder einmal Vorreiter und das ist lobenswert

Man kann von HTC halten, was man will: Dessen VR-Produkte sind experimentierfreudig und häufig ihrer Zeit voraus.

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Das Unternehmen hat diese Woche neue Vive Tracker vorgestellt, die sich eigenständig tracken, relativ leicht und kompakt sind und Ganzkörpertracking ermöglichen. Eines Tages vielleicht sogar mit Quest- und Pico-Headsets.

Damit füllt HTC eine Marktlücke, die Meta bewusst ignoriert, weil es lieber auf eine integrierte Lösung wartet. Die Zielgruppe und Nachfrage dürfte überschaubar sein, aber existiert. Das ist HTCs VR-Strategie: früh mit neuen Technologien experimentieren und in Nischen, die Meta und andere große Akteure noch nicht besetzt haben oder besetzen wollen.

HTC Vive Pro Eye (2019) war eines der ersten kommerziellen VR-Headsets mit integriertem Eye-Tracking, ein Hardware-Feature, das mit Playstation VR 2 zum ersten Mal Eingang in ein Endverbraucherprodukt fand. Auch im Bereich des Gesichtstrackings war HTC Pionier mit dem 2021 erschienenen Vive Facial Tracker.

HTC experimentiert gerne

HTC Vive Flow (2021) war die erste VR-Brille für Endverbraucher, die Pancake-Linsen einsetzte, ein neuer Typ Linse, der mit Pico 4 (2022) und Meta Quest 3 (2023) zum neuen Goldstandard werden dürfte.

Innovationsarmut kann man HTC nicht vorwerfen. Im VR-Bereich ist das Unternehmen seiner Zeit häufig voraus. Und das nicht nur auf Hardware-Seite: Mit Viveport Infinity war HTC das erste VR-Unternehmen, das eine Art "Game Pass" für VR-Spiele anbot. Eine Idee, mit der Meta derzeit experimentiert. HTC nahm sich zudem erfolgreich der B2B-Sparte des VR-Markts an und ist in diesem Bereich auch heute noch führend.

Der (berechtigten!) Kritik an einzelnen Produkten der letzten Jahre zum Trotz, darf man HTCs Pionierrolle in der VR-Branche ruhig einmal würdigen.