Playstation VR 2: Nach einem Monat bin ich endlich glücklich

Playstation VR 2: Nach einem Monat bin ich endlich glücklich

Ich habe meine Playstation VR 2 verschmäht. Nach ein paar Wochen liebe ich sie. Was ist in der Zwischenzeit passiert?

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Es war ein schwieriger Start. Ich konnte mich nicht anfreunden mit dem Gerät, bereute den Kauf und war verärgert. Wäre ich nur Konsument und kein Journalist, der täglich über Virtual Reality schreibt, hätte ich die Playstation VR 2 womöglich zurückgeschickt.

Ich kaufte die VR-Brille zusammen mit einer PS5, die mit großer Wahrscheinlichkeit niemals für 2D-Spiele genutzt wird, weil ich nur noch in VR spiele. Die Rechnung belief sich auf mehr als 1.000 Euro. Entsprechend hoch waren die Erwartungen.

Ich muss hierbei immer wieder an Jed Ashforth denken, einen Designer der ersten Playstation VR, der in einem umfangreichen Artikel seine Reaktion auf Playstation VR 2 beschrieb. Ashforth vergleicht VR-Brillen mit Autos, eine Analogie, die, wie ich finde, treffender nicht sein könnte.

"Dies ist einer der Dinge, bei denen Kritiker der Mainstream-Medien in ihren Tests manchmal verständlicherweise naiv klingen", schreibt Ashforth. "Du kannst auf Anhieb Glück haben, aber für die meisten Nutzer kann es ein paar Sitzungen dauern, bis die Einstellungen stimmen, die Passform sich natürlich anfühlt und man direkt loslegen kann. Es ist ein bisschen wie bei einem neuen Auto, bei dem man die 'perfekten' Sitzeinstellungen bei den ersten Fahrten noch etwas genauer einstellen muss und bei jedem Versuch, die Lichthupe zu betätigen, Scheibenwischwasser versprüht."

Diese Beschreibung erfasst exakt, wie es mir mit Playstation VR 2 in puncto Trage- und Nutzungskomfort ging.

Ein (vorerst) glückliches Ende

Drei Stücke Zubehör erleichterten und verbesserten meine Nutzererfahrungen in den vergangenen zwei Wochen zusätzlich: die offizielle Ladestation der Sense-Controller, Linseneinsätze des VR-Optikers und Sonys drahtlose Pulse 3D Kopfhörer. Letztere lösten das Problem der fehlenden Hardware-Lautstärkeregelung und brachten einen unerwarteten Schub Immersion. Das Zubehör war zusammengenommen ziemlich teuer, aber den Preis wert.

Dies zeigt sich an meinem VR-Konsum: Meta Quest 2 habe ich in den letzten zwei bis drei Wochen kaum angerührt. Wenn überhaupt, dann für kurze, bewegungsintensive Spielerunden. Wer sich an das OLED-Display und die Grafik gewöhnt, die Playstation VR 2 bietet, fällt ungern hinter technische einfachere Lösungen zurück. Dafür nehme ich auch das Kabel in Kauf, das mich überraschenderweise nur wenig stört.

Natürlich habe ich noch immer das eine oder andere kleine Problem mit dem System. Die Nasenklappen drücken etwas und manchmal verlangt die PS5, dass ich den Fernseher einschalte, bevor ich in die Virtual Reality abtauche. Aber im Großen und Ganzen bin ich äußerst zufrieden mit meiner Playstation VR 2 und freue mich auf die mehr als hundert VR-Spiele, die laut Sony für die Plattform in Entwicklung sind.

Was mich diese Erfahrung gelehrt hat? Dass man mitunter sehr individuell auf eine VR-Brillen reagieren kann und diese eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchen. Ein Umstand, den ich im Hinterkopf behalten werde.

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