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Deshalb schicke ich meine Playstation VR 2 zurück

Deshalb schicke ich meine Playstation VR 2 zurück

Meine Vorfreude auf die PlayStation VR 2 war riesig. Umso größer die Ernüchterung. Warum ich meine PSVR 2 zurückgegeben habe, aber trotzdem große Hoffnungen in die VR-Brille setze, lest ihr hier.

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Es war der 23. Februar 2023. Aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten stand ich extra früh auf, denn eine wichtige Sendung aus Eindhoven war auf dem Weg zu mir: die Playstation VR 2. Ja, ich hatte ein Erste-Klasse-Ticket auf dem Hype-Train gebucht.

Als gegen neun Uhr morgens der UPS-Fahrer meines Vertrauens vorfuhr, stürmte ich die Treppe hinunter, öffnete die Haustür und nahm einen weichen Umschlag entgegen. Komische Verpackung für eine VR-Brille, dachte ich. Erwartungsvoll schaute ich den Fahrer an, doch da kam nichts mehr.

Das originale PS5-Zubehör passt aber nicht auf meine Ohrmuscheln, weil der Halo-Strap im Weg ist. Also muss ich die PSVR 2 weiter nach oben schieben, was den Tragekomfort zunehmend verschlechtert. Wer entwirft so etwas?

Mein Test von What the Bat, das kaum mehr als drei Stunden Spielzeit bietet, wurde für mich zur Tortur und dauerte einen ganzen Arbeitstag. Swordsman VR und No Man’s Sky VR - unspielbar. Das umfangreiche Horizon Call of the Mountain konnte ich erst recht nicht genießen.

PSVR 2: Für mich eine Tortur, für andere ein VR-Volltreffer

Eines habe ich bei meiner kurzen Liaison mit der PSVR 2 trotz aller Unannehmlichkeiten aber auch festgestellt: Ben hat recht – die VR-Brille hat ein riesiges Potenzial für grandiose VR-Gaming-Momente. Mit der Leistungsfähigkeit der PS5 im Rücken können Entwickler:innen wunderschöne VR-Welten zaubern.

Das eingebaute Eyetracking ermöglicht neue Spielmechaniken – siehe Before Your Eyes oder Switchback VR – und Sony hat sehr zugkräftige Eigenmarken. Stellt euch nur mal vor, ihr trefft Kratos oder Joel und Ellie in Virtual Reality.

Nach fast einem Monat PSVR 2 bin ich aber erst mal ernüchtert und enttäuscht, dass Sony ein Gerät auf den Markt bringt, das Menschen aufgrund ihrer Anatomie ausschließt. Schade, denn eigentlich ist Sonys Design immer führend, wenn es um Barrierefreiheit geht.

Ich hoffe sehr, dass – ähnlich wie beim Vorgängermodell, das mir übrigens perfekt gepasst hat – ein Revisionsmodell auf den Markt kommt. Diesmal mit einem deutlich komfortableren Halo-Strip oder besser noch modular und anpassbar, wie es beispielsweise bei Meta Quest 2 geht.

Ich würde jedenfalls wieder um fünf Uhr morgens aufstehen und dem UPS-Fahrer am Küchenfenster auflauern – und wehe, er drückt mir wieder nur eine Klamotte in die Hand.