Virtual Reality

Virtual Reality: Google vergibt Daydream-Zertifikat nicht rückwirkend

Matthias Bastian
Wer ein aktuelles Highend-Smartphone besitzt, kann sich leider nicht darauf verlassen, dass dieses auch automatisch "Daydream-ready" ist.

Wer ein aktuelles Highend-Smartphone besitzt, kann sich leider nicht darauf verlassen, dass dieses auch automatisch "Daydream-ready" ist.

Googles VR-Chef Clay Bavor rät VR-Enthusiasten dazu, mit dem Kauf eines neuen Smartphones zu warten, bis sein Unternehmen die ersten Daydream-Zertifikate vergibt. Aktuelle Highend-Smartphones qualifizieren sich nicht automatisch. Gegenüber dem Online-Magazin Road to VR äußert Bavor: "Ich kann schon jetzt sagen, dass es sehr wahrscheinlich keine Smartphones geben wird, die rückwirkend Daydream-ready sind. Wir wollen einen hohen Qualitätsstandard durchsetzen und damit das auch klappt, müssen alle Komponenten stimmen. VR-Fans würde ich raten, bis zum Kauf des nächsten Smartphones noch ein paar Monate zu warten...und dann ein Daydream-ready Smartphone zu kaufen."

Bisher hat Google die exakten technischen Rahmenbedingungen, die ein Smartphone für ein Daydream-Zertifikat erfüllen muss, nicht genannt. Konkret ist nur bekannt, dass das gesamte System eine Latenz von unter 20ms erreichen muss - das ist die "magische Grenze", damit Immersion in Virtual Reality möglich wird. Dafür braucht es neben schnellen Sensoren, die präzise und ohne Drift arbeiten und effizienten Recheneinheiten auch ein Display, das Low-Persistence unterstützt - bei Smartphones mit OLED-Technologie sollte dieses Feature aber eigentlich Standard sein. In der Praxis führt Low-Persistence zu signifikant reduzierten Schmier- und Nachzieheffekten und potenziell auch zu weniger Problemen mit Motion Sickness. Außerdem muss natürlich das neue Betriebssystem Android N installiert sein, denn darin sind die neuen Android-VR-Features vergraben.

PREMIUM-INHALT

Dieser Inhalt ist für unsere Abonnenten sichtbar.