Bericht: Oculus-Mitgründer spendete 100.000 US-Dollar für Trump-Feier
Das frühere Gesicht von Oculus Rift Palmer Luckey meldet sich bei Twitter zurück. Zeitgleich erscheinen Berichte, laut denen Luckey nach seiner Polit-Affäre im vergangenen Herbst weiter Donald Trump unterstützte.
Nach Berichten der Washington Post und der Webseite Mother Jones gehörte Palmer Luckey zu den Geldgebern, die Donald Trumps Eröffnungsfeier zur Präsidentschaft mitfinanzierten. Die Spende über 100.000 US-Dollar erfolgte am 4. Januar 2017, zu diesem Zeitpunkt war Luckey noch Angestellter von Facebook.
Luckey wickelte die Spenden laut den Berichten über Strohfirmen ab, die nach Inhalten aus dem Videospielklassiker Chrono Trigger benannt sind ("Fiendlord's Keep", "Wings of Time").
___STEADY_PAYWALL___Auf Nachfrage bei Twitter, weshalb Luckey Trumps Feier finanziell unterstützte, impliziert der Oculus-Gründer geschäftliche Motive: "Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund wie Unternehmen wie Intel, Microsoft, Qualcomm, Coca-Cola, etc." Luckey wehrt sich außerdem gegen die Behauptung der Washington Post, dass seine Chrono-Trigger-Unternehmen nur Strohfirmen seien.
@oliverkri Probably the same reason companies like Intel, Microsoft, Qualcomm, Coca-Cola, etc do!
— Palmer Luckey (@PalmerLuckey) 19. April 2017
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Findet Luckey den Weg zurück in die VR-Branche?
Der Oculus-Rift-Erfinder und Mitgründer des früheren Virtual-Reality-Startups ist seit April 2017 nicht mehr bei Facebook angestellt. Weder Facebook noch Luckey äußerten sich dazu, ob der Abgang freiwillig oder erzwungen war.
Bei Twitter und Facebook wechselte Luckey jetzt sein Profilbild: statt einem dicken Manga-Männchen zeigt es "Obi-Wan Kenobi", ein fiktiver Charakter aus der Star-Wars-Saga - einer von den Guten.
Das Bild zeigt eine bekannte Szene des Films, in der Kenobi seinem Gegner androht, dass er nach einer Niederlage deutlich mächtiger werde. Womöglich deutet Luckey damit erste Comeback-Ambitionen an. In der Branche dürfte sein Name allerdings vorerst verbrannt sein.
Rund um den Marktstart von Oculus Rift sorgte Luckey durch unbedachte Äußerungen für zahlreiche kleine PR-Desaster. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich eine Polit-Affäre im vergangenen Herbst, bei der herauskam, dass er eine Gruppe von Internettrollen finanziell unterstützte, die Trumps Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton verunglimpfen sollten. Nach einem Eklat entschuldigte sich Luckey öffentlich für seine Vorgehensweise.
Anschließend tauchte Luckey komplett unter und wurde erstmals wieder bei einer Gerichtsverhandlung Anfang Januar zwischen Oculus und Zenimax gesichtet, bei der er als Mitauslöser für den Konflikt als Zeuge aussagen musste.
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