Google Maps: Street View bietet neuen Aufnahmemodus

Google Maps: Street View bietet neuen Aufnahmemodus

Google testet einen neuen Aufnahmemodus, der Nutzern erlaubt, während der Autofahrt Street View-Aufnahmen zu machen. Ohne 360-Grad-Kamera und nur mit dem Smartphone.

Das neue Feature ist für Autofahrer gedacht, die ihr Smartphone auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe befestigen. Aktiviert man den „Fahrmodus“ in der Street View-App, kann man nach der Autofahrt Smartphone-Videos der Umgebung in Googles Kartendienst hochladen. Gesichter und Nummernschilder werden automatisch unkenntlich gemacht.

Der Fahrmodus wurde von einem Reddit-Nutzer entdeckt. Google hat das neue, an eine limitierte Zahl Android-Nutzer ausgerollte Feature, noch nicht offiziell angekündigt. Dem Reddit-Nutzer zufolge werden längere Aufnahmen in Teile geschnitten, die manuell hochgeladen werden müssen.

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Mit dem Fahrmodus vereinfacht Google das Aufnehmen und Beisteuern von Street View-Ansichten, mit dem Ziel, Privatpersonen stärker in den Dienst einzubinden. Dies käme der Vervollständigung und Aktualisierung von Google Maps gerade in weniger frequentierten ländlichen Gegenden zugute.

Street View: KI-Futter für die AR-Cloud

Street View ist längst mehr als nur eine Foto-Ansicht von Google Maps: Die Aufnahmen tragen neuerdings zu einer präziseren Lokalisierung des Nutzers bei, als es GPS könnte, und ermöglichen eine smarte AR-Navigation, bei der ein mit Street View-Ansichten trainiertes KI-System die exakte räumliche Position des Nutzers ermittelt und diesen mit AR-Elementen sicher und schnell zum Ziel führt.

Vor kurzem stellte Google die AR-Funktion Earth Anchors vor, mit der ganze Straßenzüge zu einem AR-Projektionsfeld werden. Ohne entsprechende Street View-Aufnahmen der Umgebung wäre diese Technologie nicht möglich.

Indem Google Smartphone-Nutzer stärker in die Erstellung von Street View-Aufnahmen einbindet, erweitert es dieses AR-Spielfeld, das früher oder später die Infrastruktur einer AR-Cloud Marke Google liefern dürfte. Das Pokémon Go-Studio Niantic verfolgt eine ähnliche Strategie und lässt seine Spielerschaft gegen Belohnungen Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten einscannen.

Quelle: Reddit, via 9to5Google, Titelbild: Google

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