Ohne Hirn-Interface sind die Menschen den Maschinen ausgeliefert. Glaubt Elon Musk. Sein Startup Neuralink soll das Gleichgewicht zwischen Mensch und Maschine durch noch mehr Technologie sichern.

Bei Twitter erneuert Elon Musk sein Versprechen aus dem Herbst 2018, dass sein Gehirn-Computer-Schnittstellen-Unternehmen Neuralink wahrscheinlich in wenigen Monaten mehr zeigt als die bisherige Absichtserklärung. Musk selbst spricht von einer “bemerkenswerten Meldung”.

Gegründet wurde Neuralink im Frühjahr 2017. Das Startup soll eine Gehirn-Computer-Schnittstelle entwickeln, die Menschen über die Cloud vernetzt. Dadurch sollen Menschen Gedanken schneller austauschen können – ähnlich wie Maschinen Daten übers Internet verschicken. In acht bis zehn Jahren soll die Technologie marktreif sein, hieß es bei der Gründung.

Aus Musks Perspektive ist Neuralink notwendig, da die Menschheit ohne Tech-Upgrade zu weit hinter die Maschinenleistung zurückfällt – und letztlich überflüssig wird. Er geht davon aus, dass ein Schnelldenkerimplantat anfangs mit einem minimalinvasiven Eingriff im Gehirn platziert werden kann.

Interessant ist der Kontext, in dem Musk erneut über Neuralink spricht. Denn zuvor twitterte der US-Präsidentschaftskandidat Andrew Yang über ein KI-System, das Gehirntumore schneller und genauer erkennt als chinesische Experten. Das könne zwar unwahrscheinlich nützlich sein, sei aber ein weiteres Beispiel dafür, wie Technologie den Menschen übertrumpft. “Wir müssen uns schnell entwickeln”, schreibt Yang, der sich unter anderem wegen KI für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt.

Yangs Tweet triggerte offenbar Musks KI-Angst, denn der PayPal-Milliardär reagierte prompt: Er hoffe, dass der Menschheit rechtzeitig ein Hirn-Interface zur Verfügung stünde. Die Symbiose mit Maschinen sei einer von drei wahrscheinlichen Pfaden des menschlichen Schicksals. Die anderen beiden Pfade: Irrelevanz oder Vernichtung.

Quelle: Twitter, Titelbild: Nvidia / Flickr, Lizenziert nach CC BY-NC-ND 2.0

Weiterlesen zu Transhumanismus:


MIXEDCAST #160: Ubsioft-VR, Kuro AR-Brille und Deepfake-App Zao | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.