Neues Alexa-Gerät: Amazon plant Haushaltsroboter

Neues Alexa-Gerät: Amazon plant Haushaltsroboter

Alexa soll künftig als Roboter durchs Smart Home fegen. Wann startet die smarte Haushaltshilfe und was dürfen Nutzer erwarten?

Berichten zufolge arbeitet Amazon an einem neuen Gerät namens „Vesta“. Dabei soll es sich um einen Heimroboter handeln, der mit der Sprach-KI Alexa (Guide) ausgestattet ist. Das ambitionierte Projekt befindet sich internen Quellen zufolge schon in einer späten Prototyp-Phase und könnte bald auf den Markt kommen.

Eine der „größten Hardware-Initiativen“ der letzten Jahre

Dem Business Insider liegt nach eigenen Aussagen ein internes Schreiben vor. Daraus gehe hervor, dass mittlerweile über 800 Mitarbeiter an der Entwicklung von Vesta beteiligt sind. Das Magazin beruft sich zudem auf insgesamt sechs anonyme Quellen, die an dem Projekt beteiligt sein sollen.

Die vierte Generation von Amazons Echo Smart Speakern

Die vierte Generation von Amazons Echo Smart Speakern ist erstmals kugelförmig. | Bild: Amazon

Diese sprechen von einer der „größten Hardware-Initiativen“, die das Lab126 in den letzten Jahren hervorgebracht habe. Amazons Entwicklungslabor für smarte Geräte zeichnet unter anderem für den Kindle eReader, das Fire Tablet und die Alexa-Smart-Speaker wie den Echo 4 (Test) verantwortlich.

Allerdings geht auch das gefloppte Fire Phone auf das Konto des Hardware-Labs. Der Versuch, den Smartphone-Markt neu aufzumischen, kostete Amazon knapp 200 Millionen US-Dollar. Diese negative Erfahrung hat wohl bei einigen Mitarbeiter Spuren hinterlassen.

Amazon-Belegschaft zeigt sich skeptisch

Den Quellen zufolge mache das Team nur langsam Fortschritte, wodurch Vesta nun schon seit vier Jahren in Entwicklung sei. Wechselnde Strategien und verschobene Markteinführungstermine würden intern Bedenken an der Markttauglichkeit hervorrufen.

Mitarbeiter seien wenig vom Erfolg des Roboters überzeugt. Das Projekt verschlinge viel Zeit und Ressourcen, obwohl das Risiko groß sei, dass Vesta als Nischenprodukt oder Spielerei enden könnte. Ein Insider wird folgendermaßen zitiert: „Die Leute sind sehr skeptisch – wir sind besorgt, es könnte ein neues Fire Phone werden.“

Alexa-Roboter: Entwicklung habe oberste Priorität

Der Online-Gigant drängt mit seinen Geräten seit Jahren immer weiter in die Wohnzimmer seiner Kunden vor. Seine Sprachassistentin Alexa ist mit zahlreichen Produkten kompatibel und steuert mittlerweile schon smarte Kuckucksuhren, Kühlschränke und sogar Mikrowellen.

 

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Bei der Präsentation der neuen Echo-Geräte im vergangenen Herbst stellte Amazon auch eine kleine autonom fliegende Drohne vor. Die reagiert auf Geräusche und Bewegungen in und am Haus und fliegt selbstständig zur Geräuschquelle. Aufzeichnungen landen direkt im Smartphone des Besitzers.

Amazon priorisiere dem Bericht nach Vestas Entwicklung und habe große Pläne für den Roboter im Smart Home-Bereich. Jeff Bezos selbst soll in das Projekt involviert sein und den Fortschritt mit großem Interesse verfolgen.

Dringt Amazon mit Vesta erstmals in das Premium-Preissegment vor?

Bislang achtete Amazon darauf, seine Geräte so preiswert wie möglich anzubieten und sie so in möglichst vielen Haushalten unterzubringen. Mit regelmäßigen Rabattaktionen werden die ohnehin schon niedrigen Grundpreise der Echo-Geräte, Fire-Tablets und Fire-TVs immer wieder unterboten.

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Letzte Aktualisierung am 25.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Zudem gibt es eine kostenlose Alexa-App mit Hands-free-Modus für Android und iOS. Der Alexa-Roboter soll allerdings erstmals in ein preisliches Premiumsegment vordringen. Ein Verkaufspreis von etwa 1.000 US-Dollar werde intern diskutiert. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass schon diverse Saug- und Wischroboter an diese Marke kratzen.

Vesta-Funktionen: Das kann der Alexa-Roboter

Ähnlich wie bei dem kürzlich bekannt gewordenen Alexa-Gerät zur Schlafdiagnose namens „Brahms“, wurde auch der Arbeitstitel „Vesta“ nicht zufällig gewählt. Vesta ist in der römischen Mythologie die Göttin von Heim und Herd.

Der Roboter soll etwa hüfthoch sein und per Sprachkommandos durch die Wohnung geschickt werden können. Eine projektnahe Quelle beschreibt das Gerät als „Roomba-Staubsauger in Menschenform“. Es soll alle nützlichen Smart-Home-Features beherrschen, wie sie von den bisherigen Alexa-Geräten bekannt sind.

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Sensoren für die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsanzeige oder zur Branderkennung seien ebenfalls im Gespräch. Ein kleines Fach ermögliche es dem Roboter, Gegenstände zu transportieren. Dazu kämen ein Display und ausfahrbare Kameras für die Bilderkennung und den Bereich Home-Security.

Dadurch könnte Vesta auch für Telepräsenz-Meetings genutzt werden. Während einer Videokonferenz würde der Roboter dem Nutzer durch das Home-Office oder die ganze Wohnung folgen. Die Kamera soll auf einer ausfahrbaren Stange platziert sein. Damit spüre die Künstliche Intelligenz auch vermisste Gegenstände wie Schlüssel oder Geldbörsen auf.

Wann geht der Alexa-Roboter in den Verkauf?

Amazons erste interne Verkaufsprognosen fallen dem Bericht nach relativ niedrig aus. Deshalb könnte es zu einem ähnlichen Start wie beim hierzulande nicht erhältlichen Fitnessarmband Halo oder den Echo Frames kommen.

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Ein Jahr lang ließ Amazon die Datenbrille Echo Frames von ausgewählten Nutzern testen, bevor ein verbessertes Modell offiziell in den Verkauf ging. | Bild: Amazon

Halo war zur Markteinführung ein begrenzt verfügbares Invite-Only-Produkt. Kunden konnten das Armband also nur mit einer Einladung bestellen. Dadurch wollte Amazon das Risiko minimieren, wie beim Fire Phone auf einem vollen Lager mit unverkauften Geräten sitzenzubleiben. Kommt Vesta bei den ersten Kunden gut an, wäre eine Serienproduktion denkbar.

Um die Produktionskosten zu senken, habe Amazon angeblich schon erste Zulieferer ausgetauscht. Dadurch sei es allerdings zu Qualitätsproblemen und einer weiteren Verzögerung der geplanten Markteinführung gekommen. Bislang gibt es keinerlei offizielle Aussagen seitens Amazon über das Produkt oder gar einen möglichen Veröffentlichungszeitraum.

Die steigende Anzahl an Mitarbeitern des technischen Support-Teams weise allerdings auf einen anstehenden Starttermin hin. Amazon rechne dem Insider-Bericht zufolge mit einem erhöhten Bedarf an Produkt-Support, da es sich um eine neue Gerätekategorie handle und Kunden gleich zu Beginn ideal unterstützt werden sollen.

Titelbild: Amazon, Quelle: Business Insider

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