Die Stadt Mannheim installiert ein KI-gestütztes Kameraüberwachungssystem.

In Mannheim schaut zukünftig ein Algorithmus mit auf Überwachungsvideos: Er soll hektische oder untypische Bewegungen und andere womöglich verdächtige Bewegungsmuster auf Videobildern identifizieren – und im Zweifelsfall Alarm schlagen. Gesichter werden nicht analysiert. Ein Pilotprojekt startete schon im Februar dieses Jahres.

Den Algorithmus entwickelt und trainiert das Fraunhofer-Institut in Karlsruhe. Als Trainingsmaterial dienen Überwachungsvideos realer Straftaten. Für den Sprecher des Geschäftsfelds “Zivile Sicherheit” des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemauswertung und Bildtechnik (IOSB) Dr. Markus Müller, ist der Einsatz der neuen Technik ein Meilenstein.

“Im Vergleich zur konventionellen Videoüberwachung wird die eingesetzte Technik, auch durch die Nutzung der Methoden der Künstlichen Intelligenz, zunehmend ein wertvoller Assistent für die Polizei. Es ist ein Effizienzgewinn für die Polizei und gleichzeitig eine Verbesserung für den Schutz der Persönlichkeitsrechte”, sagt Müller.

Das Land investiert in das Projekt insgesamt rund 700.000 Euro, die Stadt Mannheim 900.000 Euro. Auf offiziellen Hinweisschildern beschreibt die Polizei Mannheim die Technologie wie folgt:

” […] an den Örtlichkeiten, an denen eine konventionelle Videoüberwachung stattfindet, wird schrittweise auch eine automatisierte Bildauswertung erfolgen. Dabei werden Videoaufnahmen automatisch durch eine Software nach Bewegungsmustern gefiltert, welche auf die Begehung einer Straftat hindeuten. Diese Bewegungsmuster können zu Beginn vor allem mit Verhaltensweisen wie Schlagen oder Treten umschrieben werden.

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