Die Filmindustrie hat viele Geschichten über Künstliche Intelligenz erzählt, über kleine und große Helfer, gutmütige und bösartige Roboter und menschenähnliche Maschinen. Hier findet ihr sieben Sci-Fi-Filme, die echte Meilensteine der KI-Filmgeschichte sind.

Metropolis (1927)

Fritz Langs Meisterwerk basiert auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman “Metropolis” der Schriftstellerin Thea Gabriele von Harbou.

Der Stummfilm zeichnet eine düstere Zukunft, in der ein selbstsüchtiger Erfinder den Androiden HEL baut, um die unterdrückten Arbeiter in die Irre zu führen und die Macht in Metropolis an sich zu reißen. In den damals visuell beeindruckenden Szenen sind riesige Häuserschluchten, große Maschinen, fortgeschrittene Verkehrsmittel und menschenähnliche Roboter zu sehen.

Metropolis war der erste Science-Fiction-Film in Spielfilmlänge. Er beeinflusste Genrefilme wie Blade Runner und Matrix. 2010 wurde eine zu 95 Prozent restaurierte Version von Metropolis veröffentlicht. Die vollständige Fassung des Films ist leider verloren.

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2001: A Space Odyssey (1968)

Der britische Autor Douglas Adams hat einmal geschrieben, eine der Besonderheiten an Stanley Kubricks Zukunftsvision sei die Abwesenheit von Tastaturen. Neben vielen weiteren Besonderheiten ist es wohl der Supercomputer HAL-9000, der den Science-Fiction-Klassiker so einflussreich machte.

HAL begleitet eine Expedition zum Jupiter und soll den Raumfahrern bei ihrer Untersuchung eines schwarzen Monolithen helfen. Im Laufe des Films stellt sich heraus, dass HAL den Erfolg der Mission über menschliches Leben stellt. HALs Interaktionen mit dem Hauptcharakter Dave Bowman können als prototypische Darstellung einer Künstlichen Intelligenz gelten, die aufgrund eines ungenau formulierten Ziels den Menschen Schaden zufügt.

Der am Drehbuch beteiligte Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke veröffentlichte drei Folgeromane. Einer davon („2010: The Year We Make Contact“) wurde 1984 verfilmt.

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Blade Runner (1982)

Ridley Scotts Science-Fiction-Klassiker basiert auf dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ von Philip K. Dick. 1982 veröffentlicht, entwickelte sich der Film erst in den Jahren danach zu einem großen Erfolg. Heute hat er Kultstatus unter Sci-Fi-Fans.

Im Film jagen „Blade Runner“ genannte Agenten menschenähnliche, künstlich erzeugte „Replikanten“, die ihre einprogrammierte Lebensdauer von vier Jahren überwinden wollen. Der Blade Runner Rick Deckard soll einige ehemalige Replikanten-Soldaten finden und aus dem Verkehr ziehen. Die Androiden sind kaum von Menschen zu unterscheiden, sind stärker und teils hochintelligent.

Der Originalfilm sowie die Fortsetzung „Blade Runner 2049“ (2017) stellen grundlegende Fragen nach dem Unterschied zwischen künstlichem und biologischem Leben. Die Grenzen zwischen Replikanten und Menschen verwischen gerade in den Tests, mit denen Replikanten eigentlich entlarvt werden sollen. Visuell prägte der erste Film das Bild der durchgängig neon-beleuchteten dystopischen Zukunftsstadt, in der es ohne Unterlass regnet.

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The Terminator (1984)

Im Action-Film von James Cameron schickt die Künstliche Intelligenz Skynet den Androiden T-800 in der Zeit zurück, um die Mutter des menschlichen Rebellenführers John Connor vor dessen Geburt zu töten.

Die aus dem großen Erfolg des Originals resultierende Filmreihe prägt bis heute die Bilder des menschengleichen Killer-Roboters und einer bösartigen Super-KI, die die Menschheit auslöschen will.

Der 1991 veröffentlichte „Terminator 2: Judgement Day“ zeigte dann die menschliche Seite des umprogrammierten T-800s, die unmenschliche Seite der jungen Mutter Sarah Connor und die unbedarfte Seite des Ingenieurs Miles Dyson, der mit seiner vermeintlich harmlosen Erfindung des „Neural-Net Prozessors“ ungewollt Skynet ermöglicht. Die These, dass die Menschheit eine Killer-KI aus Versehen erschaffen könnte, ist gängig unter KI-Verängstigten – und das wohl zu Recht.

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The Matrix (1999)

Im Science-Fiction-Klassiker “Matrix” erfährt der Hacker-Rebell und Büroangestellte Thomas Anderson die Wahrheit über die Welt, in der er lebt: Sie ist eine Computersimulation und er nur eine Batterie. Als solche spendet er einer Künstlichen Intelligenz Energie, die vor langer Zeit die Kontrolle über die Welt übernommen hat.

Innerhalb der Simulation versuchen KI-Agenten um „Agent Smith“, die Rebellen zu stoppen. Smith wird im Laufe der Filmreihe als selbst-bewusstes Programm mit eigenen Zielen dargestellt – eine KI, die gegen die Interessen ihrer Erschaffer-KI arbeitet.

Ganz schön meta, oder? Ist es auch, aber gar nicht so unrealistisch: KIs, die neue, bessere KIs hervorbringen, sind ein wichtiges Thema in der KI-Forschung und schon im Einsatz.

Matrix bot 1999 einen neuen erzählerischen Ansatz der klassischen „KI-löscht-die-Menschheit-aus“-Geschichte und eine moderne Adaption philosophischer Gedankenexperimente in der Tradition des französischen Philosophen René Descartes. Der dachte in seinen “Mediationes de prima philosophia” von 1641 über einen Dämon nach, der Menschen die Realität nur vorgaukelt.

Die Matrix-Reihe umfasst bislang drei Teile. Matrix 4 ist für 2021 geplant.

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Her (2013)

Im romantischen Science-Fiction-Drama Her testet der unglückliche Theodore Twombly den neuen KI-Assistenten Samantha. Die nette KI-Stimme aus dem Lautsprecher lernt Theodore immer besser kennen. Aus Freundschaft wird Liebe.

Der Film verzichtet auf spektakuläre Effekte und beleuchtet stattdessen positive und negative Aspekte einer romantischen Mensch-Maschine-Beziehung. “Her” zeigt, wie eine körperlose KI Liebe ausdrücken könnte – und wie schwer es Menschen fallen würde, diese Liebe zu akzeptieren.

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Ex Machina (2015)

Regisseur Alex Garland stellt die Androidin Ava in den Mittelpunkt des Films. Sie ist die Kreation des exzentrischen Tech-Unternehmers Nathan, der sie seinem Angestellten Caleb vorstellt. Caleb soll feststellen, ob Ava bewusst ist. Der Film zeigt, wie sich in den langen Gesprächen zwischen Ava und Caleb eine Beziehung entwickelt.

Ex Machina spielt mit wiederkehrenden Motiven in Erzählungen über Künstliche Intelligenz: Bewusstsein, Manipulation, Verrat, Machtanspruch.

Durch die isolierte Umgebung in einem abgelegenen Forschungslabor gelingt es Garland, den Film auf die wesentlichen Fragen zu fokussieren: Was ist Bewusstsein? Kann eine Maschine bewusst sein? Wie lässt sich Bewusstsein testen? Und was passiert eigentlich, wenn sie es ist? Garland liefert eine kurzweilige Verfilmung des Turing-Tests mit einer spannenden Wendung.

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Weitere Sci-Fi-Highlights über Künstliche Intelligenz:

  • Welt am Draht (1973): Ein Forschungsinstitut simuliert eine Kleinstadt mit 9.000 KI-Bewohnern, die denken und fühlen wie Menschen, aber nicht wissen, dass sie in einer Simulation leben.
  • Westworld (1973): Wilder Westen, Vergnügungspark und rebellische Androiden. Die Inspiration zur Serie.
  • Star Wars (1977): R2D2 zeigt, wie schnell sich Menschen in fahrende Metallkästen verlieben können.
  • Wargames (1983): Aus Spaß wird ein Atomkrieg. Was passiert, wenn ein KI-System ein Spiel nicht von der Realität unterscheiden kann.
  • Ghost in the Shell (1995): Der “Puppetmaster” steuert Cyborg-Körper fremd: Ist er ein Geist oder eine Künstliche Intelligenz? So oder so: Seine Abstammung ist maschinell.
  • A.I. Artificial Intelligence (2001): Ein Androiden-Kind muss lieben. Kann es das?
  • I am Mother (2019, neu bei Netflix): Ein KI-System übernimmt die Rolle als liebende Roboter-Mutter, die eine bessere Menschheit heranziehen will. Was soll schon schiefgehen?

Titelbild: Metropolis.

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