Android-Update: Der Google Assistant wird flotter

Android-Update: Der Google Assistant wird flotter

Google kündigt ein neues Android-Update an, das insgesamt sechs neue Funktionen auf Smartphones bringt. Was gibt es Neues für den Google Assistant?

Der Sommer ist da und mit ihm auch das neueste Android-Update. In einem Blog-Post auf „The Keyword“ kündigt Google sechs neue Funktionen für sein mobiles Betriebssystem an. Darunter ein Erdbebenwarnsystem, mehr Optionen in Googles Messenger-App und Android Auto sowie neue Features für den Google Assistant (Guide).

Google Assistant: Sprachsteuerung von Apps

Google spendiert seiner Sprach-KI laufend neue Features. Erst kürzlich wurden spezielle Funktionen für den Google Assistant zum Muttertag veröffentlicht.

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Auch beim neuen Android-Sommer-Update geht der Assistant nicht leer aus. Schon seit Längerem ist es mit dem Google Assistant auf Android-Smartphones möglich, verschiedene Apps per Sprachbefehl zu öffnen. Nun kommen weitere Aktionen hinzu.

Der Befehl „Hey Google, Shortcuts“ öffnet das entsprechende Menü. Von dort aus wird der Assistant mit kompatiblen Apps verknüpft. Danach reichen Sprachbefehle wie „Hey Google, suche Turnschuhe auf eBay“ oder „Hey Google, zeig mir die Aktienkurse in Yahoo Finance“, um die entsprechenden Aktionen ohne Display-Tipper auszuführen.

Voice Access erhält Blickerkennungs-Update

Voice Access ermöglicht die Telefon- und App-Navigation mit der Stimme. Die Funktion wurde vor allem für Menschen mit motorischen Einschränkungen entwickelt. Mit der neuen Blickerkennung reagiert Voice Access künftig nur dann, wenn ihr auf den Bildschirm schaut. So werden beispielsweise versehentliche Aktionen während Gesprächen unterbunden. Ein kleines Gesichtssymbol am oberen Bildschirmrand zeigt, ob die Funktion aktiv ist oder nicht.

Auch die Passworteingabe über Voice Access wurde verbessert. So erkennt das System ein Passwortfeld nun automatisch und ermöglicht die Spracheingabe von Großbuchstaben, Zahlen und Symbolen. Es versteht etwa das gesprochene Wort „Dollarzeichen“ als Symbol und schreibt nicht mehr das Wort aus.

Android warnt vor Erdbeben

In den USA gibt es das Erdbebenwarnsystem auf Android-Handys bereits in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington. Auch in Neuseeland und Griechenland ist der Service schon aktiv.

Mit dem neuesten Android-Update dürfen sich nun Nutzer in der Türkei, den Philippinen, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan über das kostenlose Warnsystem freuen.

Sekunden bevor es zu einer Eruption kommt, schlagen Android-Smartphones Alarm. Dadurch sollen sich Betroffene in Risikogebieten schneller schützen können. Hat sich das Beben wieder beruhigt, liefert Android nützliche Verhaltenstipps, um Gefahren eines Nachbebens zu entgehen.

In den USA arbeitet Google mit dem United States Geological Survey und  ShakeAlert zusammen, um die Warnung möglichst früh auf die Smartphones zu bekommen. Im Rest der Welt funktioniert das Frühwarnsystem über die in den Geräten verbauten Beschleunigungssensoren. Die erkennen seismische Wellen und das Smartphone sendet automatisch eine Meldung an Googles Erdbebenerkennungsserver.

Dort werden in Sekundenschnelle alle Information und groben Standorte der eingegangenen Meldungen analysiert und die entsprechenden Warnungen versendet. Google priorisiert Länder mit hoher Erdbebengefahr und möchte den Service im Lauf des Jahres weiterverbreiten. Zudem plant Google, mehr Kooperationen mit örtlichen Organisationen einzugehen, um noch schneller reagieren zu können.

Messenger-App bekommt Verschlüsselung

Die Google Messages-App bekommt nun endlich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, damit die Chat-Verläufe der Nutzer sicher sind. Dazu können wichtige Nachrichten in der Messages-App künftig mit einem Stern markiert werden. Die werden dann in einer entsprechenden Kategorie gespeichert und anschließend leichter wieder gefunden. Ein ähnliches System dürfte den meisten Nutzern bereits von WhatsApp und der Favoriten-Markierung bekannt sein.

Auch die Android-Tastatur Gboard erhält eine Neuerung. Dort werden bereits Emojis und Sticker, die vor Kurzem genutzt wurden, in einem gesonderten Bereich über den Tasten angezeigt. Künftig gibt es hier auch eine kontextbasierte Auswahl. Gboard schlägt also passende Emojis zum gerade getippten Text vor. Derzeit sind die Gboard-Features nur für die Sprachen Englisch, Spanisch und Portugiesisch ab Android 6.0 verfügbar.

Android Auto wird persönlicher

Die Android-Auto-App, die es beispielsweise ermöglicht, Smartphone und Infotainment-System zu koppeln, ist künftig anpassbar. Der Startbildschirm kann direkt am Smartphone personalisiert werden, damit häufig genutzte Elemente ganz oben erscheinen. Es gibt einen Dark-Mode, eine „Zurück-zum-Anfang-Taste“, Registrierkarten für die Medien-Apps oder eine A-bis-Z-Sortierung.

Dazu kommen neue Apps zum Laden von Elektrofahrzeugen, für das Parken und für die Navigation. Bevorzugte Messaging-Apps können künftig über den Startbildschirm aufgerufen werden. Neue Nachrichten aus WhatsApp oder Signal lassen sich also direkt in der Android-Auto-App lesen. Alle neuen Android-Auto-Funktionen sind laut Google ab sofort und weltweit verfügbar. Kompatible Fahrzeuge findet ihr auf der Android-Webseite.

Titelbild & Quelle: Google

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