Amazon: Neue Datenschutzoptionen für Alexa-Nutzer

Amazon: Neue Datenschutzoptionen für Alexa-Nutzer

Amazon gibt seinen Kunden mit der Veröffentlichung der neuen Echo-Geräte mehr Kontrolle über ihre Daten. Sind Alexas neue Fähigkeiten der Grund?

Die smarten Echo-Lautsprecher von Amazon sind seit jeher mit der Sprachassistentin Alexa ausgestattet. Über ein integriertes Mikrofon erfasst die Sprach-KI Anfragen und schickt sie in die Amazon-Cloud. Dort werden sie verarbeitet, abgespeichert und der erkannte Befehl zur Ausführung an das Gerät zurückgesendet. Die neuen Datenschutzoptionen von Amazon geben Nutzern jetzt mehr Einsicht in die eigenen Sprachaufzeichnungen und erleichtern die Löschung von Daten direkt am Gerät.

„Alexa, lösche alles, was ich jemals gesagt habe“

Im Rahmen des diesjährigen Amazon Hardware Events gab der Online-Händler bekannt, Kunden mehr Möglichkeiten zur Anpassung der individuellen Privatsphäre-Einstellungen geben zu wollen. An den neu vorgestellten Echo-Geräten können beispielsweise – ähnlich wie bei den Vorgängermodellen – Mikrofon und Kamera deaktiviert werden.

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Über den Mute-Button lässt sich die Stromversorgung zum Mikrofon unterbrechen und an den Echo Show-Geräten ist ein Slider zur Abdeckung der Kameralinse vorhanden. Außerdem ist es per Sprachbefehl möglich, die Bewegungssensoren von Echo Show 10 zu deaktivieren. Die sorgen dafür, dass das Display den Blickkontakt hält, wenn ihr euch im Raum bewegt. Das Löschen der Audio-Aufzeichnungen wird ebenfalls per Sprachbefehl möglich.

So verwaltet ihr Sprachaufnahmen von Alexa

Laut Amazon wird es künftig eine Einstellung geben, mit der Sprachbefehle automatisch und unmittelbar nach dem Ausführen gelöscht werden. Sämtliche gespeicherten Aufnahmen könnt ihr übrigens schon jetzt manuell löschen. Im Datenschutzportal für Alexa habt ihr Zugriff auf den Sprachaufnahmen-Verlauf. Dort könnt ihr sämtliche Aufnahmen anhören, als Transkript lesen oder sie direkt löschen.

Letzte Aktualisierung am 24.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Aktiviert ihr das Löschen per Sprachbefehl, stehen euch derzeit folgende Optionen über das Echo-Gerät zur Verfügung:

Befehl: „Alexa, lösche, was ich gerade gesagt habe“
Aktion: Löscht alle Aufnahmen der letzten zehn Minuten.

Befehl: „Alexa, lösche alles, was ich heute gesagt habe.“
Aktion: Löscht sämtliche Aufnahmen des Tages.

Über den Befehl „Alexa, lösche alles, was ich jemals gesagt habe.“ soll künftig auch die sofortige Löschung aller aufgezeichneten Audiodateien möglich sein.

Ist Alexas „Vermenschlichung“ der Grund für mehr Datenkontrolle?

Dass Amazon in seiner Präsentation den Datenschutz so deutlich hervorhebt und seinen Kunden mit den neuen Optionen mehr Kontrolle verspricht, könnte mit Alexas Verbesserungen zusammenhängen. Amazon versucht, Interaktionen mit Alexa natürlicher erscheinen zu lassen und weiter an eine normale Unterhaltung zwischen zwei Menschen anzugleichen.

Ein Video zeigt neue Funktionen von Amazons Sprachassistent Alexa.

Alexa nimmt künftig selbstständig an Gesprächen teil, wenn ihr das wollt. | Bild: Amazon

Amazons neue Echo-Geräte sind mit dem verbesserten KI-Chip AZ1 ausgestattet, der deutlich effizienter arbeitet, Alexa schneller lernen lässt und ihr ermöglicht, sich in Unterhaltungen einzubringen. In der Präsentation der neuen Features stellte Amazon die Funktion anhand der Abendplanung zweier Freundinnen vor. Mit dem Befehl „Alexa, nimm an unserer Unterhaltung teil“ aktivieren sie die Sprachassistentin.

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Während der nächsten Minuten reagiert Alexa laufend auf Fragen, übernimmt Bestelländerungen, schlägt einen Film vor und spielt den dazugehörigen Trailer ab, ohne ein weiteres Mal mit dem üblichen Signalwort „Alexa“ aktiviert werden zu müssen.

Somit zeichnet Alexa nicht mehr nur kurze Befehle auf, sondern minutenlange Gespräche zwischen mehreren Personen. Nutzer, die einer andauernden Sprachaufzeichnung skeptisch gegenüberstehen, sollen mit den neuen Features die Kontrolle über ihre Daten behalten.

Quelle: Amazon, Titelbild: Amazon

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