Update: 30.06.2020

Mittlerweile hat sich der Verlag Springer Nature zur Situation geäußert: Die Entscheidung, den umstrittenen Beitrag nicht zu veröffentlichen, fiel bereits vor der Veröffentlichung des offenen Briefs und ist daher keine direkte Reaktion auf diesen.

„Wir erkennen die Bedenken im Hinblick auf diese Studie an und möchten klarstellen, dass diese Arbeit zu keinem Zeitpunkt für eine Veröffentlichung angenommen wurde. Die Studie wurde für eine bevorstehende Konferenz eingereicht, für die Springer den Konferenzband in der Buchreihe Transactions on Computational Science und Computational Intelligence publizieren wird. Nach einem sorgfältigen Peer-Review-Prozess hat der Reihenherausgeber die Annahme des finalen Artikels abgelehnt. Diese Entscheidung wurde am 16. Juni getroffen und den Autoren am 22. Juni offiziell mitgeteilt.

Inhalte und Details zum Peer-Review-Prozess sind vertrauliche Informationen zwischen Herausgeber, Gutachtern und Autoren“

Ursprünglicher Artikel vom 24. Juni 2020:

Wissenschaftler stoppen Veröffentlichung umstrittener KI-Forschung

Eine KI soll Verbrecher an ihrem Gesicht erkennen, noch bevor sie ein Verbrechen begangen haben, versprechen Autoren einer aktuellen Forschungsarbeit. Über 1.700 Wissenschaftler wehren sich gegen ihre Veröffentlichung – zunächst mit Erfolg.

Im Mai kündigten KI-Forscher der privaten US-Universität Harrisburg eine neue Künstliche Intelligenz an, die angeblich Kriminelle anhand ihrer Gesichtszüge erkennen soll, bevor sie überhaupt ein Verbrechen begangen haben.

Kurz nach der Veröffentlichung der Ankündigung des wissenschaftlichen Papiers wird diese nach einem Proteststurm wieder von der Webse…

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