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Wie würde Mona Lisa mit Körper aussehen? DALL-E 2 hat eine Antwort

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Ein Experiment zeigt, dass DALL-E 2 den Stil historischer Künstler glaubhaft übernehmen und fortführen kann – und das sogar innerhalb ihrer eigenen Werke.

OpenAIs Bild-KI DALL-E 2 ist in erster Linie für seine Fähigkeit als Text-zu-Bild-Generator bekannt: DALL-E 2 kann aus einfachen und komplexeren Sätzen glaubhafte Bilder in vielen verschiedenen Stilen generieren.

Zwar kommt das System mit manchen Konzepten noch nicht klar. Dennoch ist Bildgenerierung anhand von Worten die beeindruckendste Fähigkeit des Systems. Es bietet aber noch mehr.

DALL-E 2 kann auch vorhandene Bilder verändern oder erweitern

Schon bei der Vorstellung von DALL-E 2 demonstrierte OpenAI, dass das System per Textsteuerung auch vorhandene Bilder editieren oder erweitern kann. Die Besonderheit ist, dass die KI neu hinzugefügte Bildelemente im Stil des Originals ergänzt und dabei sogar zwischen verschiedenen Bildsegmenten wie Vorder- und Hintergrund unterscheiden kann.

Der KI-Künstler Denis Shiryaev hat sich gemeinsam mit Kollegen diese Fähigkeit von DALL-E 2 jetzt zunutze gemacht, um berühmte Porträts und Gemälde von Künstlern wie Leonardo da Vinci, Vasily Vereshchagin und Johannes Vermeer durch die KI erweitern zu lassen. So sitzt die Mona Lisa jetzt im Wald, kniet auf einer Lichtung oder steht in einem Teich.

Bild: DALL-E 2

Bild: DALL-E 2

Schon zuvor zeigte ein Reddit-Nutzer DALL-E-2s „Uncrop“-Funktion anhand der Mona Lisa. Er kombinierte mehrere generierte Bilder für ein besonders detailreiches, ausschweifendes Panorama.

Shiryaev erweiterte auch das bekannteste Gemälde von Jan Vermeers, „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“. Im Original sieht man lediglich ihr Gesicht und den Oberkörper bis zu den Schultern vor einem dunklen Hintergrund.

DALL-E 2 hingegen malt die junge Dame mit den hübschen Ohrringen in Zimmer mit verschiedenen Einrichtungen. Dabei ergänzt die KI den restlichen Körper ebenso wie das Zimmer samt Utensilien wie einem Schminkspiegel.

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„Es sieht so aus, als ob die KI das hervorragend hinbekommen hat (außer den Händen, Hände sind selbst für Menschen kompliziert, ich kann zum Beispiel keine Hände zeichnen)“, schreibt Shiryaev.

Bild: DALL-E 2

Bild: DALL-E 2

Zwar hätten die Bilderweiterungen zum Teil deutlich sichtbare Fehler, räumt Shiryaev ein. Diese könnten aber noch reduziert werden, indem einfach mehr Bilder generiert und dann die besten ausgewählt würden. Die jetzt vorgestellten Bilder wurden laut Shiryaev innerhalb von zwei Minuten erstellt.

„Die Kunst als Konzept gehackt“

Gemeinsam mit dem KI-Enthusiasten „monkeyinlaw“ erweiterte Shiryaev einige weitere berühmte Gemälde. „Es war ein fantastisches kleines Experiment, das ich als ‚2022 wird das Jahr sein, in dem die Menschheit die Kunst als Konzept gehackt hat‘ in Erinnerung behalten werde; auch wenn diese Ergebnisse der Kunstwelt nicht viel bringen, sehen sie doch interessant und inspirierend aus“, lautet Shiryaevs Fazit.

Seine Idee, KI in historische Kunst zu involvieren, ist nicht neu. Ein KI-System vervollständigte im letzten Jahr Rembrandts beschnittenes Werk „Die Nachtwache“ originalgetreu. Allerdings trainierten die beteiligten Personen ein neuronales Netz dafür eigens mit 528 hochauflösenden Einzelfotografien und weiteren Daten dieses einen Gemäldes und Künstlers. Rund zwei Jahre war das Projekt in Arbeit.

Das gigantische DALL-E-Modell hingegen erledigt so eine Bildvervollständigung, wenn wohl auch weniger akkurat, gewissermaßen im Vorbeigehen anhand eines einzigen Beispiels für viele unterschiedliche Stile. Das zeigt erneut das Potenzial riesiger KI-Modelle.

Weitere KI-erweiterte Kunstwerke findet ihr hier.

Quellen: Neural Love, Monkey in law

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