Wie sich Künstler mit DALL-E 2 ausleben – OpenAI zeigt Beispiele

Wie sich Künstler mit DALL-E 2 ausleben – OpenAI zeigt Beispiele

OpenAI zeigt Beispiele, wie Menschen die Bild-KI DALL-E 2 in kreative Prozesse einbinden.

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Dass DALL-E 2 eindrucksvolle Grafiken und sogar fotorealistische Bilder generieren kann, dürfte sich zumindest in interessierten Kreisen mittlerweile herumgesprochen haben. Doch wie setzen Künstler und Künstlerinnen diese KI-Fähigkeit konkret in Projekten um?

Laut OpenAI sind derzeit mehr als 3000 Künstler:innen aus 118 Ländern bei DALL-E 2 aktiv. Sie sollen Anwendungsszenarien entdeckt und zu neuen Funktionen beigetragen haben. Als Beispiele nennt OpenAI Illustrationen, Augmented-Reality-Design, Autoren und Küchenchefs, Landschaftsarchitektur, Regie, Tanz und Sounddesign.

KI-Kunst kommt ins Museum

Ein Beispiel kommt vom österreichischen Künstler Stefan Kutzenberger und Clara Blume, Leiterin des Open Austria Art + Tech Lab in San Francisco. Sie visualisierten mit DALL-E die Poesie des Malers Egon Schiele, der mit 28 Jahren verstarb. Kutzenberger glaubt, dass die Visualisierungen von DALL-E einen Eindruck davon vermitteln, wie Schieles weitere Werke hätten aussehen können, wäre er nicht so jung verstorben. Die DALL-E 2 Kunstwerke werden im Leopold Museum in Wien ausgestellt.

Bild: DALL-E 2 / OpenAI

Der israelische Koch und MasterChef-Gewinner Tom Aviv hat sich für sein erstes US-Restaurant von DALL-E 2 inspirieren lassen. Mit den KI-Grafiken entwickelte er Ideen für die Speisekarte, Dekoration und Ambiente seines Restaurants. Sogar bei der Gestaltung der Gerichte half DALL-E, indem die KI Serviervorschläge zu einem Familienrezept lieferte.

So sieht das Mousse au Chocolat nach Avivs Familienrezept aus, geht es nach DALL-E 2. | Bild: DALL-E 2 / OpenAI

DALL-E 2 als Werkzeug für Kunst und Design

Eindrucksvolle KI-Kunst zeigt auch die Multimedia-Künstlerin Danielle Baskin, die DALL-E 2 als Werkzeug in allen Bereichen einsetzen will – Produktdesign, Illustration, Theater und alternative Realitäten.

„Es ist ein Moodboard, ein Stimmungsmacher, ein Illustrator, ein Kunstkurator und ein Museumsdozent“, sagt Baskin über DALL-E 2.

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Bei Twitter zeigt sie etwa eine alternative Realität, in der die Golden Gate Bridge in San Francisco von Zügen statt von Autos befahren wird. Dabei generiert sie Perspektiven außerhalb des Zuges und von innen.

Chad Nelson führt den Instagram-Account „dailydall.e“. Hier befasst er sich auch mit der KI-Kreation von Charakteren. Er visualisierte mit DALL-E unter anderem eine Reihe ungewöhnlicher Waldbewohner. Dabei legte er besonderen Wert auf detaillierte Charakterdarstellungen (siehe Titelbild). Die Charaktere, das kann man sich gut vorstellen, könnten etwa als Vorlage für einen Animationsfilm dienen.

OpenAI wählte für die Vorstellung der Projekte die Überschrift „Kreativität erweitern“. Zurecht, denn die vorgestellten Projekte zeigen, dass DALL-E 2 gerade einzelnen Künstler:innen als Werkzeug neue Möglichkeiten gibt, sich auszudrücken – qualitativ und quantitativ.

Zugleich zeigen die Beispiele auch, dass Kunst und Grafik dank maschineller Unterstützung schneller, variantenreicher und für mehr Menschen möglich ist. Die menschliche Kreativität fokussiert sich auf die Befehlseingabe, anhand derer die Maschine das Bild erstellt. Der OpenAI-Mitgründer Sam Altman erwartet daher Auswirkungen auf den kreativen Arbeitsmarkt.

Mehr Details zu den genannten Projekten und weitere Beispiele gibt es im OpenAI Blog.