Top Gun: Maverick – KI ermöglicht Val Kilmers Rückkehr

Top Gun: Maverick – KI ermöglicht Val Kilmers Rückkehr

Top Gun ist zurück und aus irgendeinem Grund sehr erfolgreich. Künstliche Intelligenz hat einen Anteil daran: Ohne KI-Audio wäre Val Kilmer wohl nicht zurückgekehrt.

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Mit „Top Gun: Maverick“ startete kürzlich der Nachfolger zum 80er-Jahre Kultfilm „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ in den Kinos. Regisseur Joseph Kosinski hat offenbar abgeliefert: Auf der Bewertungsseite Rotten Tomatoes erreicht Maverick derzeit enorme 97 Prozent von 309 Kritiker:innen bei einem Publikumszuspruch von 99 Prozent.

Aus der ursprünglichen Besetzung kehrt neben Tom Cruise auch Val Kilmer zurück. Als „Iceman“ Tom Kasanzky spielt Kilmer den (früheren) Rivalen zu Tom Cruise‘ „Maverick“.

Deepfake for good: KI bringt Val Kilmers Stimme zurück

Dass Kilmer die Rolle überhaupt übernehmen konnte, verdanken wir medizinischen und technischen Fortschritten der letzten Jahre. Kilmer erkrankte circa 2014 an Kehlkopfkrebs und verlor nach einer Operation seine Stimme. Seitdem kann Kilmer nur mehr mit einem Hilfsgerät und einer stark verzerrten elektronischen Stimme sprechen.

2018 hatte ein Assistent von Kilmer jedoch eine Idee: Er hörte von den Fortschritten bei synthetisch generierten Medien und speziell bei KI für Audio. Er nahm Kontakt zur britischen Firma Sonantic auf, die ein neuronales Netz mit Kilmers Stimme aus Archivaufnahmen trainierte. Das Ergebnis könnt ihr im folgenden Video anhören.

Wegen der vergleichsweise geringen Datenmenge war das Projekt laut Sonantic eines der komplexesten des letzten Jahres. Unter anderem mussten die Aufnahmen von Hintergrundgeräuschen befreit werden. Die Firma erstellte insgesamt 40 verschiedene Stimmmodelle, aus denen sie dann gemeinsam mit Kilmers Team die besten auswählte.

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In Top Gun: Maverick spricht KI für Kilmer

Schon bei der Bekanntgabe der Kooperation mit Kilmer hieß es, dass die KI-Stimme im neuen Top-Gun-Film eingesetzt werden würde. Bei der Produktion können die verantwortlichen Personen die synthetische Stimme mit einer Software zusätzlich verändern, etwa Betonungen und Höhe oder Tiefe der jeweiligen Szene anpassen.

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„Ich bin dem gesamten Team von Sonantic dankbar, dass sie meine Stimme so meisterhaft wiederhergestellt haben, wie ich es mir nie hätte vorstellen können“, sagte Kilmer bei der Vorstellung seiner KI-Stimme im letzten Herbst. Er kann die Stimme an Studios lizenzieren und sie auch im Alltag einsetzen.

Sonantics Technikchef John Flynn beschreibt die Zusammenarbeit detailliert im Firmenblog. Flynn sieht noch weitere Anwendungsszenarien für KI-Stimmen, etwa, um mit virtueller Arbeit Geld zu verdienen: Schauspieler:innen könnten beispielsweise zu einem Dreh gehen, während ihre KI-Stimme eine Werbung vertont. Bruce Willis ging im letzten Jahr ähnlich vor, er verlieh allerdings per Deepfake sein Gesicht.

Sonantic bietet die synthetischen Stimmen auch für Games an. Unter anderem benutzen Modder KI-generierte Stimmen von Synchronsprecher:innen, um ihre Spiele-Modifikationen authentisch zu vertonen.

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